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Direktabrechnung mit der Debeka möglich

26.07.2013
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Von Anna Hohle / Debeka-Versicherte müssen für sehr teure Arzneimittel künftig nicht mehr in Vorleistung treten. Sie können die Abrechnung stattdessen Apotheke und Versicherung überlassen. Einen entsprechenden Vertrag hat die Debeka Anfang Juni mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV) geschlossen.

 

Eine solche Direktabrechnung war bei der Debeka und auch bei anderen Privatversicherungen wie der Barmenia und der Halleschen Krankenversicherung bislang bereits für Zytostatika möglich. Nun soll sie auch für andere kostspielige Arzneimittel gelten.

 

Mit der Regelung wolle man Versicherte in schwierigen Situationen entlasten, teilt die Debeka auf ihrer Homepage mit. Sie müssen für teure Arzneimittel künftig nicht mehr selbst in Vorleistung treten und auch keine Rezepte zur Erstattung bei der Debeka einreichen. Stattdessen können Patienten die Abrechnung per Formular an ihren Apotheker übergeben, dem die Versicherung anschließend die Kosten erstattet. Allerdings gilt die Regelung erst ab Kosten von 1000 Euro pro Versichertem. Der Apotheker könne die Rezepte des Patienten jedoch sammeln und der Versicherung weiterreichen, sobald die Kosten 1000 Euro überschreiten, teilte die Debeka mit. Zuvor muss jeder Apotheker dem Direktabrechnungsverfahren zustimmen.

 

Vor einem Jahr hatte bereits die Allianz Private Krankenversicherung mit dem DAV die bundesweite Direktabrechnung von teuren Arzneimitteln vereinbart. /

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