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EU-Minister stimmen für Anti-Rauch-Gesetz

26.07.2013
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dpa / Die EU-Staaten haben sich auf Regeln zur Eindämmung des Rauchens geeinigt. Die neuen Vorgaben sollen vor allem junge Menschen vom Einstieg abhalten. »Die Nachricht ist: Fang nicht damit an, weil Du nicht weißt, wann Du wieder damit aufhören kannst«, sagte der irische Gesundheitsminister James Reilly vergangene Woche beim Treffen der EU-Minister für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Das Europaparlament muss den neuen Vorgaben ebenfalls zustimmen. Bis Ende des Jahres könnte das klappen, schätzen Diplomaten. Wenn es nach den Ministern geht, stehen Mentholzigaretten vor dem Aus. Zusatzstoffe wie Menthol, Fruchtgeschmack oder Schokoladenaroma, die den charakteristischen Tabakgeschmack verfälschen, wollen sie nach und nach untersagen. Die Packung soll nach dem Willen der Staaten künftig abschrecken: Vorgesehen sind unter anderem Schockfotos, zum Beispiel von Raucherlungen. E-Zigaretten wollen die Minister nicht grundsätzlich verbieten, aber den Verkauf einschränken. Wenn sie ein Milligramm Nicotin oder mehr enthalten, sollen sie laut Diplomaten wie ein Medikament behandelt werden ? und bräuchten dann auch die entsprechende Zulassung. Bei weniger als einem Milligramm Nicotingehalt würden die gleichen Auflagen wie für normale Zigaretten gelten. Die Mehrheit der EU-Staaten steht hinter der Einigung. Dagegen stimmten nur Polen, Tschechien, Bulgarien und Rumänien. /

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