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26.07.2013
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Ärzte und Apotheker wollen zusammenhalten

PZ / Apotheker und Ärzte wollen mehr Einigkeit und Zusammenhalt demonstrieren. Zu diesem Zweck haben der Deutsche Apothekerverband (DAV) und verschiedene Ärzteorganisationen in der vergangenen Woche eine »Allianz der Heilberufe« gegründet. Ziel sei es, »den gegenseitigen Respekt und die Wertschätzung zwischen den Heilberufen« wiederherzustellen, erklärte der DAV-Vorsitzende Fritz Becker. Auch das Verhältnis zwischen den Heilberufen auf der einen und Politik sowie Krankenkassen auf der anderen Seite will man mit der gemeinsamen Allianz verbessern. »Gerade auf Kassenseite ist im gemeinsamen Zusammenspiel in den letzten Jahren viel verloren gegangen«, sagte Becker. Bislang sind neben dem DAV der NAV-Virchow-Bund, der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, der Freie Verband Deutscher Zahnärzte sowie der Verband der Privatärztlichen Verrechnungsstellen dem Bündnis beigetreten. Weitere Verbände hätten ihren Beitritt bereits signalisiert, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Bereits jetzt vertrete die Allianz der Heilberufe mehr als eine Million Beschäftigte im Gesundheitswesen. In der kommenden Woche will man nun erste Projekte für den Sommer anstoßen. »Die Gesundheitsthemen der Zukunft können nur gemeinsam bewältigt werden«, erklärte Dirk Heinrich vom NAV-Virchow-Bund.

 

Arbeiten im EU-Ausland mit Berufsausweis

PZ / Arbeitnehmer in der Europäischen Union sollen künftig schneller und unkomplizierter einen Beruf außerhalb ihres Heimatlandes ausüben können; das gilt auch für Apotheker und Ärzte. Vertreter des Europaparlaments einigten sich am 12. Juni in Brüssel auf den Text der Richtlinie, welche die Anerkennung von Berufsqualifikationen in jedem anderen EU-Land vorsieht. Die EU-Kommissare wollen damit auf den Fachkräftemangel, unter anderem im Gesundheitswesen, reagieren. Die Richtlinie ermöglicht, dass auch Pharmazeuten mit nicht deutschem Abschluss in Deutschland Apotheken eröffnen können. Geschehen soll dies unter anderem über einen Berufsausweis. Er soll dafür sorgen, dass die in einem EU-Land erworbene Berufsqualifikation auch in jedem anderen EU-Land ohne großen bürokratischen Aufwand anerkannt wird. Auch werden in der Richtlinie die Ausbildungsvoraussetzungen für ausgewählte Berufe festgesetzt, die in der EU ohnehin schon anerkannt sind – darunter auch Apotheker und Ärzte.

 

Erstattungsbetrag für Vemurafenib steht

PZ / Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Pharmahersteller Roche haben sich auf einen Erstattungsbetrag für das Hautkrebsmedikament Zelboraf® (Vemurafenib) verständigt. Das Mittel ist seit dem vergangenen Jahr für die Behandlung von Patienten mit BRAF-V600 Mutation-positivem nicht resezierbarem oder metastasiertem schwarzen Hautkrebs zugelassen. Dem Präparat war bereits im September vom Gemeinsamen Bundesausschuss ein beträchtlicher Zusatznutzen bescheinigt worden. In ersten Gesprächen hatten sich beide Parteien zunächst nicht auf einen Erstattungsbetrag einigen können, sodass eine Schiedsstelle angerufen wurde. Deren Entscheidung ist durch die nun erfolgte Einigung jedoch hinfällig. /

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