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Hilfstaxe

VZA lädt zum Krisentreffen

06.06.2018
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Von Cornelia Dölger / Am 13. Juni will der Verband Zytostatika herstellender Apotheker (VZA) zusammenkommen, um in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die Hilfstaxe zu diskutieren.

 

»Die Fragen und Probleme im Zusammenhang mit der Umsetzung der Anlage 3 der Hilfstaxe in der Fassung des Schiedsspruchs vom Januar und dem weiteren Vorgehen nehmen weiter zu«, begründet VZA-Präsident Klaus Peterseim die anberaumte Krisensitzung.

 

Das Thema Hilfstaxe treibt die Apothekerschaft bereits seit Monaten um, nachdem im Januar ein Schiedsspruch zu Anlage 3 gefallen war, dem Teil der Hilfstaxe, der sich mit der Abrechnung parenteraler Lösungen in der Onkologie befasst. Kassen und Apotheker hatten diesbezüglich in zähen Verhandlungen keine Einigung erzielt, sodass schließlich die Schiedsstelle entscheiden musste.

 

Der VZA lädt nun alle Mitglieder zu der Sitzung ein und darüber hinaus auch ausdrücklich alle Zytostatika herstellenden Kollegen, die nicht im VZA organisiert sind. Es müsse Klarheit geschaffen werden, wie es kurzfristig weitergehen solle, um die flächendeckende ambulante Patientenversorgung mit parenteralen Zubereitungen zu sichern, teilte Peterseim mit.

 

Bei dem Treffen in Frankfurt am Main soll es einen Sachstandsbericht geben, »seitdem die Möglichkeit verstrichen ist, die Anlage 3 der Hilfstaxe zum 30. Juni 2018 zu kündigen«. Zudem will der VZA über seine Aktivitäten berichten, »um die aktuell gültige, inhaltlich fehlerhafte und wirtschaftlich unzumutbare Hilfstaxe zu überwinden«. In den Apotheken herrsche Krisenstimmung. Es sei »dringend erforderlich, Schaden von den Apotheken abzuwenden«, so Peterseim. Formlose Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle des VZA entgegen. /

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