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Uni Münster

Pharmazeuten feiern ihren Abschluss

06.06.2016
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Von Andreas Hensel, Münster / Mit dem bestandenen zweiten Staatsexamen sind die 33 Absolventen der Universität Münster ihrer Approbation zum Apotheker ein gutes Stück näher gekommen. Gemeinsam mit Angehörigen, Professoren sowie Standesvertretern feierten sie den Abschluss des universitären Teils ihrer Ausbildung.

Viele der angehenden Apotheker besuchten zunächst den ökumenischen Dankgottesdienst in der Universitätskirche. Anschließend trafen sie sich zum obligaten Gruppenfoto. Der große Hörsaal erwies sich als weitgehend gefüllt, was die seit Jahren anhaltende Tendenz bestätigt, dass dieser Tag in Münster ein ganz spezieller Anlass für die Pharmazeuten ist, im großem Stil zusammen mit Familie und Freunden zu feiern.

 

Gute Bilanz

 

Professor Dr. Andreas Hensel, Vorsitzender der Prüfungskommission und geschäftsführender Direktor des Instituts für pharmazeutische Biologie und Phytochemie, begrüßte alle Kandidaten und Gäste im Namen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und wies auf die gute Abschlussbilanz der Münsteraner Pharmazie hin: schnelles Durchstudieren, innovative Lehrkonzepte und mit mehr als 110 Absolventen pro Jahr sehr gute Gesamtabschlusszahlen.

 

Das Grußwort des Studiendekans des Fachbereichs Chemie und Pharmazie, Professor Dr. Klaus Müller, leitete über zum Festvortrag »Aus Fehlern lernen«, in dem Professor Dr. Matthias Lehr vom Institut für pharmazeutische und medizinische Chemie aktuelle Fallstricke in der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft referierte. Unzureichende Messmethoden, ungenügende Methodenkenntnis oder spezielle Moleküle, die aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften und Funktionalität Aussagen vortäuschen können, die nachfolgend möglicherweise ganze pharmazeutische Entwicklungen beeinflussen. Es sei wichtig, aus diesen Erfahrungen zu lernen und die so gewonnenen Erkenntnisse bei der weiteren Forschung umzusetzen.

 

Im Anschluss gratulierte Dr. Hannes Müller, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, allen Absolventen und zeigt auf, welche Möglichkeiten die Kammer den angehenden Apothekern bietet. In einer launigen Abschlussrede ließen die Studierenden das absolvierte Studium Revue passieren, wobei sie neben den anstrengenden Seiten der gemeinsamen Hochschulzeit auch die schönen Aspekte betonten.

 

Seit einigen Jahren werden bei der Zeugnisübergabe an der WWU auch die Preise der Verspohl-Stiftung überreicht. Diese Stiftung, die sich aus der Initiative des langjährigen Universitätsprofessors für Pharmakologie Professor Dr. Eugen Verspohl und seiner Gattin ergeben hat, zeichnet etwa außergewöhnliche Studienleistungen oder sozial besonders engagierte Studierende, aber auch besondere Dissertationsvorhaben aus. Die Auswahl der Preisträger trifft ein unabhängiges Kuratorium der WWU.

 

Für ihre wegweisenden Doktorarbeiten wurden Shabnam Beydokhti aus dem Arbeitskreis von Hensel in der pharmazeutischen Biologie und Phytochemie sowie Dr. Wilhelmine Weckenbrock aus dem Arbeitskreis von Professor Dr. Joachim José in der pharmazeutischen und medizinischen Chemie ausgezeichnet. Das vom Stiftungsgründer unabhängige Auswahl-Kuratorium unter dem Vorsitz von Professor Dr. Klaus Langer, Leiter des Instituts für pharmazeutische Technologie an der WWU, berücksichtigte bei der Auswahl der Preisträger nicht nur die Leistung, sondern zusätzlich auch das soziale Engagement und weitere Aspekte der Kandidaten.

 

Der Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe der Zeugnisse. Mit einem Sektempfang klang der akademische Teil des Tages aus, um dann in einer langen Nacht beim Galadinner in festlicher Atmosphäre zu enden. /

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