Pharmazeutische Zeitung online

Gesetzesänderung zu Null-Retax gefordert

04.06.2014
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Von Daniel Rücker, Meran / Die Apotheker wollen sich mit der Ablehnung ihrer Beschwerden zu Null-Retax seitens des Bundesverfassungsgerichtes nicht zufriedengeben. Sie fürchten nun, den Retaxationen der Krankenkassen in Zukunft weitgehend schutzlos ausgeliefert zu sein.

 

In einer Resolution während des Pharmacon in Meran fordern die Apotheker den Gesetzgeber auf, durch eine Gesetzesänderung die Möglichkeit von Null-Retaxation einzuschränken. Bei Retaxationen als Folge geringfügiger Formfehler müsse den Apotheken zumindest der Einkaufswert der an den Patienten abgegebenen Arzneimittelpackung erstattet werden, weil die Patienten pharmazeutisch gut versorgt worden seien.

 

Die geforderte Einschränkung der Retaxationen korrigiere das Missverhältnis zwischen einem für die Versorgung des Patienten unbedeutenden Formfehler und einem in manchen Fällen großen wirtschaftlichen Schaden für die Apotheke. Zudem sei die Änderung eine Anerkennung für die von den Apotheken geleistete Arbeit bei der Versorgung der Versicherten in einem kaum mehr überschaubaren System von Rabattverträgen. Die Resolution ist online zu finden unter www.pharmazeutische-zeitung.de

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