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30.05.2011  17:20 Uhr

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Psychotherapiewegweiser für Migranten

 

PZ / Um in Deutschland lebende Migranten über psychische Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären, gibt es jetzt erstmals einen Wegweiser Psychotherapie speziell für Migranten. Herausgeber sind der BKK Landesverband Bayern, das Bayerische Gesundheitsministerium und das Ethno-Medizinische Zentrum. Melanie Huml, Gesundheitsstaatssekretärin, betont: »Hilfe bei psychischen Problemen anzunehmen, ist für die Betroffenen nicht leicht. Umso schwerer fällt es, wenn auch noch kulturelle oder Sprachbarrieren dazukommen.« Der Wegweiser Psychotherapie geht auf die speziellen Fragen von Migranten zum Thema Psychotherapie ein, gibt Tipps zu Therapiewegen, nennt Ansprechpartner, die weiterhelfen, und stellt auch Kontakt­adressen für Beratungsgespräche in anderen Sprachen zur Verfügung. Der Wegweiser Psychotherapie kann kostenlos unter www.bkk-psychisch-gesund.de abgerufen oder beim BKK Landesverband Bayern unter der E-Mail: reitz-knupp(at)bkk-lv-bayern.de bestellt werden. Als Broschüre ist er in Deutsch, Russisch und Türkisch verfügbar, zum Herunterladen aus dem Internet gibt es ihn darüber hinaus in den Sprachen Arabisch, Englisch, Italienisch, Polnisch und Serbokroatisch. 

 

Männer haben höheres Darmkrebsrisiko als Frauen

 

PZ / Eine wissenschaftliche Studie Münchner Mediziner legt nahe, dass Männer früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen sollten als Frauen. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre per Koloskopie untersuchen zu lassen. Zwischen Männern und Frauen wird dabei allerdings nicht unterschieden, ein für Professor Dr. Frank Kolligs im Lichte einer neuen Studie »unbefriedigender Zustand«. Der Leitende Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Klinikums der Universität München und seine Kollegen haben die Daten von 625 000 Koloskopien ausgewertet, die die kassenärztliche Vereinigung Bayern dokumentiert hat. Eindeutiges Resultat: »Männer haben in jedem Alter ein deutlich höheres Risiko als Frauen, dass im Rahmen einer Darmspiegelung ein fortgeschrittenes Adenom oder Darmkrebs gefunden wird«, so Kolligs in einer Pressemitteilung. Konsequenterweise sollten Männer früher mit der Dickdarmkrebs-Vorsorge beginnen als Frauen.

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