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G20-Staaten

Antibiotika nur auf Rezept

23.05.2017
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Von Anna Pannen / Die G20-Staaten wollen verhindern, dass sich gegen Antibiotika resistente Erreger weiter weltweit ausbreiten. Eine entsprechende Erklärung gaben die Gesundheitsminister dieser Staaten bei einem Treffen vergangene Woche in Berlin ab.

 

In dem Papier verpflichten sie sich, den Verbrauch von Antibiotika und die Ausbreitung von Resistenzen zu überwachen und nationale Aktionspläne zu erstellen. Auch wollen sie ihre Bürger und dabei vor allem die Angehörigen der Gesundheitsberufe mehr für das Thema Resistenzen sensibilisieren und sich dafür einsetzen, dass Antibiotika nicht ohne Rezept abgegeben werden dürfen. In einigen Staaten ist das noch immer üblich.

 

Daneben riefen die G20 dazu auf, jene Initiativen zu fördern, die Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung neuer Antibiotika finanziell unterstützen. Alte Antibiotika sollten aber dennoch nicht vom Markt genommen werden, um möglichst breit behandeln zu können, erklärten sie. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bezeichnete die gemeinsame Erklärung als wichtigen Meilenstein für die globale Gesundheit. »Gefährliche Krankheiten und Keime, gegen die Antibiotika wirkungslos sind, machen nicht an Landesgrenzen halt«, sagte er. Nur gemeinsam könne man ihnen die Stirn bieten.

 

Die G20 verständigten sich im Rahmen der Konferenz auch darauf, regelmäßig Übungen abzuhalten, um das Vorgehen bei Epidemien und anderen Gesundheitskrisen zu erproben. Eine erste gemeinsame Probe fand bereits im Rahmen des Treffens in Berlin statt. /

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