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Antibiotika

Mehr Geld für die Forschung

06.09.2017
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Von Jennifer Evans / Deutschland stellt zusammen mit anderen internationalen Geldgebern rund 56 Millionen Euro für den Kampf gegen resistente Erreger bereit. Das Geld geht an die gemeinnützige Initiative Globale Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und Entwicklung (GARDP).

»Trotz der Gefahr durch weltweit zunehmende Antibiotika-Resistenzen sind in den letzten Jahrzehnten kaum neue Antibiotika auf den Markt gekommen«, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) Anfang der Woche in Berlin. Deshalb hätten sich die G20-Staaten unter deutscher Präsidentschaft in diesem Jahr dazu verpflichtet, die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe voranzutreiben. Diese Finanzspritze sei ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Gefahr, die von Antibiotika-Resistenzen ausgehe.

 

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) sind in den vergangen 30 Jahren viele Antibiotika-Entwicklungsprogramme aufgrund der »komplexen wissenschaftlichen Arbeit, unzureichender Kapitalrendite oder als Folge unternehmerischer Entscheidungen eingestellt worden«. Aus dem Grund hatten sich die G20-Staaten da­rauf geeinigt, gemeinsam Schritte einzuleiten. Dazu gehört neben dem gezielten Kampf gegen Resistenzen und der Forschungsarbeit, auch alternative Therapiemethoden und Impfstoffe zu entwickeln.

 

Die Bundesregierung hat 2017 daher ihre GARDP-Förderung erneut um 1,35 Millionen Euro aus dem Haushalt des BMG erhöht auf insgesamt 2,6 Millionen Euro. Für 2018 bis 2022 gibt es weitere 50 Millionen Euro aus dem Haushalt des Bundesforschungsministeriums. Weitere knapp 5 Millionen Euro kommen aus den Niederlanden (2 Millionen Euro), Großbritannien (1,1 Millionen Euro), der Schweiz (440 000 Euro), Südafrika (390 000 Euro), Luxemburg (100 000 Euro) und dem Londoner Wellcome Trust (1,1 Millionen Euro).

 

Mit den neuen Mitteln ist es nun möglich, vier Programmbereiche der GARDP zu unterstützen. Das sind die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten und die Wiederherstellung des Antibiotika-Gedächtnisses durch den Experten-Austausch über eine digitale Plattform sowie die Bekämpfung der Neugeborenen-Sepsis und die Entwicklung einer pädiatrischen Antibiotika-Plattform mit klinischen Studien.

 

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen Deutschland begrüßte den Vorstoß. Er zeige, dass die Bundesregierung den wichtigen Handlungsbedarf in diesem Bereich erkannt habe, hieß es. /

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