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Apotheker müssen vorerst auf Honoraranpassungen warten

20.05.2015
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Von Ev Tebroke / Auf die Einführung einer regelmäßigen Überprüfung ihrer Vergütung werden die Apotheker vorerst warten müssen.

 

Das betonte der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands (DAV), Fritz Becker. »Wir müssen nach den letzten Gesprächen im Moment leider davon ausgehen, dass die Regierungskoalition die überfällige Einführung eines Mechanismus zur verbindlichen regelmäßigen Überprüfung der Vergütung für Apotheken nicht in das Versorgungsstärkungsgesetz aufnehmen, sondern auf einen späteren Zeitpunkt verschieben will«, sagte er in einer Stellungnahme. 

 

Wie der DAV im Detail mit dieser Situation umgehen wolle, werde man zeitnah in den nächsten Gremiensitzungen besprechen. Gleichzeitig versicherte Becker, der Verband werde definitiv nicht von seiner Forderung abrücken und an der Sache dranbleiben.

 

Bereits beim DAV-Wirtschaftsforum Anfang Mai in Berlin hatte Becker bekräftigt, er sehe die Politik bei diesem Thema in der Pflicht. Als nächste Gelegenheit, die Umsetzung der Forderungen zu erreichen, nannte er ein anvisiertes Gesetzgebungsverfahren im Herbst dieses Jahres. In der erwarteten Novelle sollen die wesentlichen Ergebnisse des dann beendeten Pharmadialogs zwischen Politik und Industrie ihren Niederschlag finden. Laut Becker gibt es die Zusage verschiedener Gesundheitspolitiker, in das Gesetz auch eine Anpassung der Apothekenvergütung aufzunehmen. /

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