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Starker Euro schwächt Merck

16.05.2018
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dpa / Der starke Euro macht Merck zunehmend zu schaffen. Im ersten Quartal musste der Pharma- und Spezialchemiekonzern einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verkraften.

Dabei kämpfte das Unternehmen weiter mit Problemen im wichtigen Flüssigkristallgeschäft etwa für Smartphone-Displays, wo Merck Marktanteile an die Konkurrenz aus China verliert. Auch für das Gesamtjahr bleibt Chef Stefan Oschmann vorsichtig und rechnet nun mit noch größeren Auswirkungen des starken Euros, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Darmstadt mitteilte.

 

In den ersten drei Monaten sank der Umsatz im Jahresvergleich um mehr als 4 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Das für Merck maßgebliche um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sackte gar um 18 Prozent auf gut 1 Milliarde Euro ab – im Vorjahr hatte das Unternehmen aber auch von einem positiven Sondereffekt profitiert. Unter dem Strich ging der Gewinn zum Jahresstart um fast 35 Prozent auf 341 Millionen Euro zurück.

 

Merck konkretisierte zudem seine Prognose. Nachdem der Konzern jüngst den Verkauf seiner rezeptfreien Arzneien an den US-amerikanischen Konsumgüterriesen Procter & Gamble besiegelt hat, werden für 2018 Erlöse in Höhe von 14 bis 14,5 Milliarden Euro aus dem fortgeführten Geschäft erwartet. Beim Betriebsergebnis rechnet Merck mit einem Rückgang, auch weil der starke Euro nun noch stärker belasten wird. Hintergrund sind die großen Umsätze, die der Konzern in den USA erzielt. /

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