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17.05.2011
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Angst vor Ebola-Epidemie

 

dpa / Nach dem Tod eines zwölfjährigen Mädchens durch das Ebola-Fieber haben die Gesundheitsbehörden in Uganda Sorge vor einer erneuten Ebola-Epidemie. Ugandische Medien berichten, ein Team der Gesundheitsbehörden habe die betroffene Kleinstadt Bombo besucht, die etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt ist. Auch die Nachbarbezirke seien angewiesen worden, auf Verdachtsfälle zu achten. Derzeit sind mehr als 30 Kontaktpersonen der jungen Patientin für mindestens drei Wochen isoliert. Bei zwei vorangegangenen Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda insgesamt fast 200 Menschen gestorben. Das am 6. Mai gestorbene Mädchen war an einer vor allem im Sudan auftretenden Ebola-Variante erkrankt. Bisher hat keine der isolierten Kontaktpersonen Krankheitserscheinungen gezeigt. Bei mehr als jedem zweiten Patienten dieses Ebola-Typs verläuft die hochansteckende Krankheit tödlich. Noch ist nicht bekannt, wie sich das Mädchen mit Ebola infiziert hat.

 

Selen ohne Krebsschutz

 

PZ / Selen hat keine allgemein schützende Wirkung vor Krebs. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Cochrane-Gesellschaft in einem Übersichtsartikel (doi: 10.1002/14651858.CD005195.pub2), für den sie 55 klinische Studien zur Krebsvorbeugung mit Selen-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln auswerteten. Mehr als eine Million Menschen nahm insgesamt an den Studien teil. Zwar fanden die Wissenschaftler bei der Analyse von prospektiven Beobachtungsstudien heraus, dass Menschen mit höheren Selen-Spiegeln oder höherer Selen-Aufnahme etwas seltener an bestimmten Krebsarten wie Blasen- und Prostatakarzinomen erkrankten, im Vergleich zur Normalbevölkerung. Bei den sechs einbezogenen kontrollierten Studien war dieser positive Effekt jedoch nicht zu finden. Das Hautkrebsrisiko könnte sogar erhöht sein. Für definitive Aussagen war die Studienlage jedoch nicht eindeutig genug. Andere Faktoren wie ein allgemein gesunder Lebensstil der Probanden könnten eine größere Rolle gespielt haben. Zurzeit gebe es keinen Hinweis, dass Personen von einer zusätzlichen Selen-Gabe profitieren; vor allem nicht, wenn sie sich normal ernähren. Zudem könne eine erhöhte Selen-Zufuhr über einen längeren Zeitraum toxische Effekte haben, warnen die Autoren.

 

FSME-Risikogebiete

 

PZ / Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die neuen Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Karte kaum verändert. Nur der Stadtkreis Offenbach ist neu hinzugekommen. Die aktualisierte Karte ist auf der Website des RKI unter www.rki.de abzurufen. In Süddeutschland sind in diesem Jahr bereits die ersten Menschen an FSME erkrankt.

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