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Erkältungswelle sorgt für mehr abgegebene Arzneimittel

07.05.2013  18:19 Uhr

Von Anna Hohle / Deutsche Apotheken haben im ersten Quartal des Jahres 2013 mehr Arzneimittel abgegeben als im selben Zeitraum in den Vorjahren. Das gab der Informationsdienstleister IMS Health heute bekannt.

Demnach stieg die Menge der abgegebenen Arzneien im Vergleich zum ersten Quartal 2012 um 6,8 Prozent auf 407 Millionen Packungen. Grund sei die Erkältungs- und Grippewelle zu Jahresbeginn. Sie habe deutlich länger angehalten als ähnliche Krankheitswellen in den vergangenen drei Jahren, so IMS Health. Entsprechend stieg der Absatz vor allem von Präparaten zur Behandlung von Erkältungs- und Grippeerkrankungen. Rezeptpflichtige Antibiotika wie Cephalosporine etwa legten gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zu. Breitspektrumpenicilline wurden um 22 Prozent häufiger abgegeben.

 

Einen noch deutlicheren Anstieg gab es bei den rezeptfreien Arzneien zur Behandlung von Grippe und Erkältung: Hustenmittel etwa wurden um 47 Prozent häufiger abgegeben als im Vorjahreszeitraum. Erkältungspräparate ohne Antiinfektiva verzeichneten einen Zuwachs von 37 Prozent.

 

Trotz mehr abgegebenen Packungen erhöhte sich der Umsatz der Apotheken mit Arzneimitteln inklusive Impfstoffen jedoch nur leicht. Er stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Zugrunde gelegt ist bei dieser Berechnung der Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers ohne Abzug von Rabatten. /

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