Pharmazeutische Zeitung online
CDAD

Vancomycin richtig anwenden

10.05.2011  12:52 Uhr

PZ / Vancomycin oral statt intravenös: Das gilt bei mittleren bis schweren Verlaufsformen einer Infektion mit dem Stäbchenbakterium Clostridium difficile, die in Form von antibiotikaassoziierter Diarrhö bis hin zu einer pseudomembranösen Enterokolitis auftreten kann.

Der Grund: Aufgrund seiner Molekülgröße gelangt Vancomycin bei intravenöser Gabe nicht in ausreichend hoher Konzentration ins Darmlumen und kann somit die Infektion nicht wirksam bekämpfen. Einer Pressemitteilung des Unternehmens Riemser Arzneimittel zufolge ist diese Tatsache vielen Ärzten nicht bekannt. Denn eine Umfrage bei 275 niedergelassenen Allgemeinmedizinern hat gezeigt, dass gut die Hälfte der Befragten bei einer Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhö (CDAD) das Antibiotikum intravenös einsetzen würde. Vermutlich ist dieses Ergebnis auf den herkömmlichen Einsatz von Vancomycin bei schweren Infektionen durch gram-positive Erreger zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung. Die Administration erfolge bei fast allen Indikationen intravenös, nicht jedoch bei der CDAD. / 

Mehr von Avoxa