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Apotheken-Award 2017 verliehen

03.05.2017
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Apotheker, die sich besonders für ihre Patienten einsetzen, wurden vergangene Woche in Berlin für ihr Engagement belohnt. Sie erhielten den Deutschen Apotheken-Award, den der Deutsche Apothekerverband (DAV) in diesem Jahr zum zweiten Mal vergab. Der Preis geht alle zwei Jahre an Projekte und Modellvorhaben, bei denen sich Apotheken »besonders kreativ und engagiert auf die spezifische Versorgung ­ihrer Kunden einstellen«, so die Beschreibung des DAV.

 

Der Award wird in drei Kategorien vergeben. Mehr als 30 Bewerbungen waren in diesem Jahr eingegangen und der Jury sei es schwer gefallen, aus all den tollen Projekten die Sieger zu küren, erzählte die Schirmherrin der Preisverleihung und DAV-Patientenbeauftragte Claudia Berger. »Die hervorragenden Einreichungen zeigen, wie viel Innovationskraft und Zukunftspotenzial im Zusammenspiel von Apotheken und Patienten vor Ort entsteht«.

 

In der Rubrik »Gesunde Lebensführung« wurde Apothekerin Michaela Röcke­lein für ihr Projekt »Vergiftungen im Kindesalter« ausgezeichnet: eine Kooperation mit der Mangfall-Apotheke in Kolbermoor, die Vorträge in Kindergärten und -krippen anbietet. Der zweite Preis in dieser Rubrik ging an Agnes Weichel vom Wissenschaftlichen Institut für Prävention im Gesundheitswesen (WIPIG) für ihr Projekt »Stress lass nach«, den dritten Preis bekam Lisa Pfeiffer von der Inntal Apotheke Töging für »Gesund im Alter – Lebens­qualität erhalten«.

 

In der Kategorie »Moderne Apotheke« ging der Apotheken-Award an Matthias Bußmann von der Park Apotheke in Ahlen für sein Projekt »Die Apotheke ohne Handverkaufstisch«. Bußmann versucht, in seiner Offizin die Distanz zwischen Apotheker und Patient zu verringern und richtete dafür kommunikative Beratungsinseln mit Kundenmonitor ein. Den zweiten Preis in der Rubrik gewann Felix Holzwarth von der Holzwarth Apotheke Dorsten mit »Adhärenz-Management für die Hosentasche«. Der dritte Preis ging an Natalie Maciei von der Internationalen Ludwigsapotheke München für »Jucken bevor es kratzt« – Erarbeitung eines Präventionsplans für die Internationale Ludwigsapotheke München«.

 

Die dritte Rubrik des Apotheken-Awards läuft unter dem Titel »Soziales Engagement«. Hier machte die Kooperation A-Plus aus Magdeburg mit ihrem Inklusions-Projekt »Down-Sport in Magdeburg« das Rennen. Sie unterstützt sportliche Aktivitäten von Behinderten und richtet jährlich ein Sportfest aus. Den zweiten Preis gewann das Selbsthilfezentrum München für ein Kooperationsprojekt mit dem Titel »Kooperation zwischen Selbsthilfe und Apotheke – gemeinsam gewinnen alle«. Der dritte Preis ging an Petra Isenhuth von der Ost-Apotheke in Magdeburg und ihr Projekt »Unterstützung von Flüchtlingen mit pharmazeutischem Hintergrund beim Sprach- und Qualifikationserwerb«.

 

Die ersten Preise der drei Rubriken sind jeweils mit 2000 Euro dotiert. Die Zweitplatzierten erhielten 500 Euro, die Drittplatzierten 250 Euro. »Das vielfältige wissenschaftliche und soziale Engagement der Apotheker vor Ort nutzt nicht nur den Patienten und Kunden«, so die Bilanz von Claudia Berger. Auch Nachbarschaft und Gemeinde profitierten. Der Apotheken-Award habe sich fest etabliert und »soll sich auch in Zukunft weiterentwickeln«, so Berger. /

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