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Übernahmeangebot

Pfizer will Astra-Zeneca

30.04.2014
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Von Ev Tebroke / Übernahmen, Fusionen und Fokussierung aufs Kerngeschäft: Die Pharmabranche ist zurzeit mächtig in Bewegung. Nach der Großtransaktion zwischen Novartis und Glaxo-Smith-Kline (GSK) ist nun ein weiterer Mega-Deal geplant. Der US-Pharmagigant Pfizer will den Konkurrenten Astra-Zeneca kaufen. Dieser wiegelt zwar ab, doch der Druck steigt.

Erste interne Gespräche im Januar waren nach Angaben von Pfizer gescheitert: Astra-Zeneca hatte kein Interesse an weiteren Verhandlungen und Pfizer daraufhin von einer möglichen Transaktion abgesehen. Doch »angesichts der aktuellen Marktentwicklungen« habe man am 26. April erneut ein Angebot unterbreitet, heißt es beim US-Konzern.

Pfizer bleibt also dran und machte am Montag sein Kaufinteresse öffentlich. Astra-Zeneca zeigt zwar nach wie vor kein Interesse an der Wiederaufnahme von Verhandlungen. Nach Angaben des »Wall Street Journal Deutschland« (WSJ) will Pfizer aber mit der Bekanntgabe der Verhandlungsgespräche nun Druck auf das Unternehmen ausüben. Das aktuelle Angebot brächte den Aktionären eine bedeutende Prämie. Nach Einschätzung des »WSJ« könnte die Transaktion leicht mehr als 100 Milliarden Dollar wert sein.

 

In der Pharmabranche ist zurzeit eine Welle von Großdeals und Neuausrichtungen zu beobachten. Gerade erst hat der schweizerische Konzern Novartis einen großangelegten Unternehmensumbau angekündigt. Er wird die Onkologiesparte von GSK übernehmen und dafür dem britischen Pharmakonzern sein Impfstoffgeschäft überlassen. Im OTC-Bereich bündeln GSK und Novartis zukünftig ihre Geschäfte in einem Joint Venture. Seine Tierarzneien veräußert Novartis für knapp 5,4 Milliarden Dollar an den US-Konzern Eli Lilly. Darüber hinaus versucht zurzeit der kanadische Pharmakonzern Valeant mit einer Offerte von knapp 46 Milliarden Dollar den Botox-Hersteller Allergan zu übernehmen. /

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