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Bayer-Chef hinterlässt Firma im Aufschwung

04.05.2010  16:15 Uhr

PZ/dpa / Werner Wenning, Vorstandschef von Bayer, wird das Chemie- und Pharmaunternehmen nach 44 Jahren verlassen. Das teilte er vergangenen Freitag bei der Hauptversammlung der Aktionäre mit. Am 1. Oktober übergibt er sein Amt, das er seit 2002 innehatte, an den Niederländer mit US-Pass, Marijn Dekkers (52). Damit kommt erstmals der Vorstandschef nicht aus dem Unternehmen selbst.

 

»Bayer hat unter Ihrer Führung ein neues Gesicht bekommen«, sagte Aufsichtsratschef Manfred Schneider über Wenning und spielte auf die strategische Neuausrichtung an. Der Verkauf der traditionsreichen Chemieaktivitäten, die in den neu gegründeten Konzern Lanxess überführt wurden, und die Stärkung der Gesundheitssparte durch den Zukauf des Berliner Pharmaunternehmens Schering sind nur zwei Beispiele. Insgesamt wurde während Wennings Amtszeit durch Zu- und Verkäufe ein Transaktionsvolumen von 43 Milliarden Euro bewegt.

 

Nach Verlusten in der Wirtschaftskrise gewinnt der Konzern an Fahrt. Bayer startete ins erste Quartal 2010 mit einem Plus beim Nettogewinn von über 63 Prozent auf knapp 700 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Und bis 2012 verprach Wenning den Aktionären jährlich 5 Prozent Umsatzwachstum sowie einen Anstieg des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses auf rund 8 Milliarden Euro. Der Konzern plane den Ausbau seiner Geschäfte in wachstumsstarken Schwellenländern, nämlich Brasilien, Russland, Indien und China. /

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