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Novartis baut um

23.04.2014
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Stephanie Schersch / Bei Novartis stehen die Zeichen auf Umbruch: Der Schweizer Konzern verkauft große Teile seiner Impfstoffsparte an GlaxoSmithKline (GSK). Im Gegenzug erhält Novartis das Onkologie-Geschäft von seinem britischen Konkurrenten.

 

Insgesamt 7,1 Milliarden Dollar (5,1 Milliarde Euro) kosten GSK die Impfstoffe nach Angaben von Novartis. Lediglich die Grippe-Vakzine behalten die Schweizer vorerst im eigenen Portfolio. Darüber hinaus trennt sich Novartis auch von den Tierarzneimitteln, die für 5,4 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) an den US-Hersteller Eli Lilly gehen. Novartis erweitert sein Portfolio dafür an anderer Stelle: 14,5 Milliarden Dollar (10,5 Milliarden Euro) zahlt das Unternehmen für die Onkologie-Produkte von GSK.

 

Im OTC-Bereich wollen Novartis und GSK mit einem Joint Venture künftig zudem gemeinsame Wege gehen. Novartis zufolge entsteht damit eine weltweit führende Firma in diesem Segment. 36,5 Prozent davon fallen an den Schweizer Konzern sowie vier von elf Verwaltungsratssitzen. Die Transaktionen seien von großer Bedeutung für Novartis, sagte Unternehmenschef Joseph Jimenez. Auch finanziell werde der Konzern gestärkt. GSK zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Deal. »Die OTC-Sparten von Novartis und GSK ergänzen sich sehr gut«, so GSK-Chef Andrew Witty. /

 

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