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26.04.2011
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Typ-2-Diabetes erhöht Asthmarisiko

 

PZ / Typ-2-Diabtiker haben ein fast doppelt so hohes Risiko, an Asthma zu erkranken, wie Stoffwechselgesunde. Dies ergab eine dänische Zwillings-Studie, die nun im Fachjournal »Allergy« (doi: 10.1111/j.1398-9995.2010. 02504.x) veröffentlicht wurde. Simon Francis Thomsen und seine Kollegen vom Bispebjerg Hospital in Kopenhagen hatten fast 34 800 erwachsene Zwillinge mit und ohne Typ-2-Diabetes auf eine Asthmadiagnose hin untersucht. Ihrer Studie zufolge hatten 13,5 Prozent der Typ-2-diabetischen Männer Asthma, während es bei den gesunden Männern 7,5 Prozent waren. Auch bei den Frauen war das Asthmarisiko erhöht: Diabetikerinnen hatten ein Risiko von 16,6 Prozent und Nicht-Diabetikerinnen von 9,6 Prozent, an Asthma zu erkranken. Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass Übergewicht (ein erhöhter Body-Mass-Index) wohl zur Entstehung von Asthma beiträgt. Ein erhöhter BMI war ein guter Prädiktor für eine Asthmaerkrankung, unabhängig vom Diabetes-Status, schreiben die Forscher. Das metabolische Syndrom und Asthma könnten eine gemeinsame Ursache haben. Im Gegensatz zu Typ-2-Diabetikern haben Typ-1-Diabetiker dagegen kein erhöhtes Asthmarisiko. Dies berichten Thomsen und Kollegen in einer zweiten Veröffentlichung in »Allergy« (doi: 10.1111/j.1398-9995.2010.02517.x), für die sie Daten von 54 530 Zwillingen im Alter zwischen 3 und 71 Jahren analysiert hatten.

 

Fortschritte im Kampf gegen Malaria

 

dpa / Die Fortschritte im Kampf gegen Malaria stimmen die Vereinten Nationen optimistisch, dass die Zahl der Malaria-Toten bis 2015 auf »fast null« sinken wird. Derzeit sterben noch rund 750 000 Menschen im Jahr an der durch Moskitos übertragenen Krankheit, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Malaria, Ray Chambers, anlässlich des Welt-Malaria-Tages am 25. April in New York. Die meisten Opfer seien Kinder unter fünf Jahren und lebten in Afrika südlich der Sahara. Aber auch in Indien raffe die Krankheit derzeit noch 50 000 Menschen pro Jahr dahin. »Wir haben in den letzten Jahren fast 5 Milliarden Dollar (gut 3 Milliarden Euro) in den Kampf gegen Malaria investiert«, sagte Chambers. Sie seien auch in die Entwicklung von Impfstoffen sowie den Erwerb von Moskitonetzen geflossen. Nach Angaben der Organisation haben 43 Länder weltweit, da­runter auch elf Länder in Afrika, die Zahl der Toten durch Malaria im vergangenen Jahrzehnt halbieren können.

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