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Pharmadialog

Frühlingsstimmung bei Pro Generika

20.04.2016
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Von Jennifer Evans, Berlin / Am Abend nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des sogenannten Pharmadialogs vergangenen Dienstag lud der Branchenverband Pro Generika zu seinem Frühlingsfest in Berlin ein.

 

Klar, dass es beim Podiumstalk mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nur ein Thema gab: die Bilanz der Gespräche zwischen Regierung und Industrie. Besonders das große Wachstumspotenzial bei der Versorgung mit Biosimilars betonte Gröhe. Die preisgünstigeren, aber dem Original gleichwertigen Nachfolgepräparten böten eine gute Möglichkeit, Patienten mit selber Qualität und Wirksamkeit kostengünstiger zu behandeln. »Die Innovationskraft und Wettbewerbsstärke ist so groß, dass Bio­similars sich auf dem Markt durchsetzen werden«, war Gröhe überzeugt. Daher hätten sich die Pharmadialog-Partner auch geeinigt, Biosimilars möglichst schnell in die Versorgung zu integrieren.

 

Auch Markus Leyck Dieken, stellvertretender Vorsitzender von Pro Generika, fand »der Pharmadialog hat sich gelohnt«. Allerdings könne die Ausdehnung der Biosimilar-Sparte nur dann erfolgreich sein, wenn auch Ärzte und Apotheker ausreichend Informationen erhielten, um künftig diesen Weg im Hinblick auf Sicherheit mitgestalten zu können. Besonders bei der Behandlung von Patienten mit Rheuma, Multiple Sklerose und Krebs würden Biosimilars eine immer größere Rolle spielen.

 

Laut Leyck Dieken steht fest: »Wir wollen uns dem fairen Wettbewerb mit Biosimilars stellen.« Obwohl dadurch zunächst Arbeitsplätze in der klassischen generischen Produktion verloren gingen, entstünden aber im Rahmen dieser Nachahmerprodukte biopharmazeutischer Arzneimittel wieder neue.

 

Große Hoffnung setzte Gröhe auch in die im Rahmen des Pharmadialogs mit den Industriepartnern verabredete Liste versorgungsrelevanter, aber engpassanfälliger Arzneimittel. »Die damit verbundene Risikoausschließung wird uns nach vorne bringen.« Die Aufstellung dieser Medikamente befinde sich bereits auf der Zielgeraden, so der Gesundheitsminister. /

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