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Pick-up-Service bei dm

Zur Rose baut Bestellterminals ab

15.04.2015
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Von Ev Tebroke / Arzneimittel abholen ja, bestellen nein: Zum 1. April hat die Versandapotheke Zur Rose in Deutschland den Bestellservice über Terminals in Filialen der Drogeriemarktkette dm eingestellt.

Das teilte eine Zur-Rose-Sprecherin auf Anfrage mit. Nach Angaben der Konzernleitung hat die Kooperation zwischen Zur Rose und dm diesbezüglich die Umsatzerwartungen nicht erfüllt. Demnach haben die Zur-Rose-Kunden ihre Medikamente nach wie vor lieber online, telefonisch oder per Post bestellt als an den extra dafür eingerichteten Bestellpunkten in den dm-Märkten. Eine Abholung bestellter Medikamente ist in den Filialen aber weiterhin möglich.

 

»Die in den rund 1600 dm-Filialen installierten Bestellterminals wurden zu wenig genutzt«, sagte Walter Hess, Zur-Rose-Geschäftsführer für die Märkte Schweiz, Deutschland und Österreich, in einem Interview anlässlich des aktuell veröffentlichten Geschäftsberichts 2014. Das Pick-up-System in den Märkten scheint ansonsten aber gut zu funktionieren. Laut Hess erweisen sich die Filialen als beliebte Abholstellen von bestellten Medikamenten.

 

Vor diesem Hintergrund sei dm ein nach wie vor wichtiger Partner zur Neukundengewinnung, mit dem die Zusammenarbeit weiterentwickelt werde. Man konzentriere sich dabei auf den »exklusiven Vorteil«, als einzige Apotheke den Pick-up-Service in den Filialen anzubieten, so Hess.

 

Die Kooperation zwischen Zur Rose und der Drogeriemarktkette hatte vor gut zwei Jahren begonnen. Damals hatte dm nach fast neun Jahren die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Versender Europa-Apotheek Venlo beendet. Gründe für den Partnerwechsel hatte dm nicht genannt. Hinter der Versandapotheke Zur Rose steht die gleichnamige Logistikfirma, die zur schweizerischen Zur Rose AG gehört. Das Unternehmen, 1993 als Ärztegrossist gegründet, ist seit 2011 auch im Versand von Medikamenten sowie Gesundheitsprodukten tätig.

 

Kooperationen sind für das schweizerische Unternehmen ein wichtiges Geschäftsmodell. Nach Angaben von Hess soll 2015 auch bei der Zur-Rose-Tochter Doc Morris die Zusammenarbeit mit Partnern aus unterschiedlichen Branchen weiter ausgebaut werden. /

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