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Nullretax

Kein Frieden in Sicht

13.04.2016
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Von Jennifer Evans / Zum dritten Mal hat sich vergangenen Montag die Schiedsstelle getroffen, um den Retaxstreit zwischen Apothekeren udn Krankenkassen zu schlichten – wieder ohne Erfolg. Dem Vernehmen nach waren beide Parteien nicht zufrieden mit dem Lösungsvorschlag von Rainer Hess, Vorsitzender der Schiedsstelle. Nun ist im Mai ein viertes Treffen angesetzt, um endlich eine Einigung zu erzielen.

Hintergrund der Streits ist, dass einige Kranken­kassen bereits bei geringen formalen Fehlern auf dem ­Rezept, den kompletten Rechnungsbetrag kürzen. Die Apotheker wehren sich dagegen, zumal die Patienten das richtige Medikament erhalten haben und damit korrekt versorgt waren. Alle Versuche von Kassen und Apothekern, in den vergangenen Jahren eine einvernehmliche Lösung für das Problem zu finden, scheiterten.

 

Schließlich verpflichtete die Koalition im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes die Beteiligten dazu, eine Einigung zu finden. Ziel ist es, grundsätzlich zu regeln, in welchen Fällen Retaxationen vollständig oder teilweise unzulässig sind. Die Apotheker fordern ein generelles Retax-Verbot bei kleinen Formfehlern, die Kassen sind dagegen. Sie befürchten, dass ein Einlenken weitere Retax-Einschränkungen seitens der Apotheker nach sich ziehen könnte. /

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