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18. PZ-Management-Kongress

Apotheke digital

13.04.2016
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Apotheke der Zukunft

Virtuelle Beratung

18. PZ-Management-Kongress in Palma de Mallorca / »Die digitale Revolution lässt sich nicht aufhalten, und sie wird auch die Arbeit in der Apotheke in Zukunft verändern«, sagte Dr. Uwe Andreas Amann von Dete­con, einem Tochterunternehmen der Telekom. 

Denkbar wäre etwa ein virtueller Berater, führte der Mediziner aus. »Ein Computer könnte zum Beispiel eine Vorauswahl der Patienten entsprechend ihrer Anliegen treffen, um sie dann zu dem geeigneten Mitarbeiter zu verweisen.«


Möglich macht die virtuelle Beratung das sogenannte deep learning, erläuterte Amann. Dafür wurden Computersysteme entwickelt, die selbstständig Fähigkeiten erlernen können. »Je mehr Daten ein solcher Computer mit der Zeit sammelt, desto besser arbeitet er.« Solche Systeme können zum Beispiel mit Menschen kommunizieren und interagieren und dabei neben dem Inhalt des Gesprochenen auch Gestik, Mimik und Aussprache analysieren.

Technisch vorstellbar seien für Apotheker aber auch weitere Digitalisierungen, bis hin zur vollautomatisierten Apotheke. Die digitale Revolution wird generell für das Gesundheitswesen großes Veränderungspotenzial bringen, sagte Amann weiter. Allerdings agierten die Deutschen noch sehr vorsichtig, bislang werde nur etwa ein Drittel der technischen Möglichkeiten genutzt. Dies hänge auch damit zusammen, dass bestehende Vergütungssysteme Fortschritte oftmals wenig attraktiv machen. Andere Staaten setzten den Fortschritt oft deutlich schneller um, sagte Amann.

 

»Das digitale Wissen verdoppelt sich rasend schnell, es gibt immer mehr Daten, die Rechner laufen immer schneller, und es gibt immer neue Ideen«, verdeutlichte der Mediziner. Der Mensch müsse erkennen, dass sich das Leben nachhaltig verändern wird. »Es liegt an uns, die Zukunft selbst mitzugestalten«, so Amann. /

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