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12.04.2011  18:44 Uhr

Fischer lässt SPD-Amt ruhen

 

dpa / Die zur Pharmalobby wechselnde Vorstandschefin der Barmer-GEK-Krankenkasse, Birgit Fischer, lässt ihr Amt im SPD-Parteivorstand bis zur Neuwahl im Dezember ruhen. Ein entprechender Bericht des »Tagesspiegel« wurde der Nachrichtenagentur dpa aus Parteikreisen bestätigt. Fischer, früher Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, gibt ihren Posten als Vorstands­chefin bei der Krankenkasse auf, um zum 1. Mai Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller zu werden. Der Seitenwechsel der Kassen-Managerin zur Chef-Lobbyistin der Pharmaindustrie hatte politischen Wirbel ausgelöst. Dass sie ihren Posten im 45-köpfigen SPD-Parteivorstand ruhen lässt, habe Fischer allerdings erst aus der SPD-Spitze nahegelegt werden müssen, schreibt der »Tagesspiegel«. Sie selber habe in der Doppelfunktion als Pharma-Lobbyistin und SPD-Vorstandsmitglied offenbar kein größeres politisches Problem gesehen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach registrierte nach Angaben der Zeitung den Rückzug Fischers mit großer Erleichterung. »Alles andere hätte ich als sehr problematisch empfunden«, sagte er. Fischer gehört seit 2001 dem SPD-Vorstand an. Sie war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

 

Großes Vertrauen in Apotheker

 

ABDA / Die Deutschen können und wollen sich auf ihre Apotheker verlassen. 86 Prozent der Bundesbürger haben ein »sehr hohes« oder »ziemlich hohes« Vertrauen in den pharmazeutischen Berufsstand. Diese Imagewerte der Apotheker liegen damit über dem europäischen Durchschnitt. Die repräsentative Umfrage wurde für die Studie »Reader’s Digest European Trusted Brands 2011« durchgeführt. »Die Menschen wissen, dass sie sich auf ihre Apotheker verlassen können«, sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. »Wir freuen uns über das große Vertrauen, das uns aber auch Verpflichtung und Ansporn ist. Bei mehr als vier Millionen Kundenkontakten täglich bleibt keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.« Mit einem »Vertrauenswert« von 86 Prozent in der aktuellen Studie bestätigen die Apotheker die ebenfalls hohen Werte der Vorjahre. Für die repräsentative Studie wurden mehr als 33 000 Menschen in 16 europäischen Ländern, darunter mehr als 7000 in Deutschland befragt. Zu 20 vorgegebenen Berufen wurden die Umfrageteilnehmer gefragt: »Wie hoch ist Ihr Vertrauen bei folgenden Berufsständen in Ihrem Land?«

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