Pharmazeutische Zeitung Online
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150 Jahre PZ

Eine Fachzeitschrift auf Erfolgskurs

30.03.2006
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Eine Fachzeitschrift auf Erfolgskurs

von Brigitte M. Gensthaler, München

 

Ein tatkräftiger Mann, ein gutes Konzept, eine Marktlücke: Dies war der Beginn der Pharmazeutischen Zeitung Mitte des 19. Jahrhunderts. Aus kleinen Anfängen wuchs sie empor und ist heute – 150 Jahre später – eine der ältesten deutschsprachigen Zeitschriften im Apothekenbereich.

 

Bunzlau in Niederschlesien, 1856: Seit September 1855 gibt die Kartonagenfabrik und Lithographische Anstalt Hermann Göbel & Co. ein Anzeigenblatt heraus, das den hochtrabenden Titel »Pharmaceutisches Wochenblatt für Apotheker, Ärzte, Droguisten und die damit in Geschäftsverbindung stehenden Fächer« trägt. Außer Annoncen und Offerten sollten nur »dann und wann auch technische Aufsätze« aufgenommen werden. Das Konzept des Wochenblatts war jedoch nicht erfolgreich.

1855 erschienen zwölf und im Folgejahr 13 Nummern, die letzte davon Ende März bereits als Probenummer einer neuen Zeitung unter dem Titel »Pharmaceutische Zeitung für Apotheker, Ärzte, Droguisten etc.«. Der Drucker des Wochenblatts, die Firma C. A. Voigt, hatte sich nach einem fähigen Teilhaber umgesehen. Der in der Bunzlauer Stadt-Apotheke tätige Apotheker Hermann Mueller (1828 bis 1896) griff zu und erwarb im März 1856 Eigentum und Redaktion des Wochenblatts.

 

Mueller entwickelte ein eigenes Konzept und teilte den Lesern im Geleitwort der Probenummer mit, dass das neue Blatt »im Interesse der Pharmacie sowohl Artikel polemischen wie wissenschaftlichen Inhalts« bieten werde. Von Anfang an plante der Herausgeber, neben Geschäftsanzeigen auch rein wissenschaftliche Artikel aus Pharmazie und Medizin aufzunehmen.

 

Das »passende Organ«

 

»An unsere Leser« wendet sich »Redacteur Hermann Müller, Apotheker« in der Nr. 1 der Pharmaceutischen Zeitung am 5. April 1856 und versichert, dass es seine stete Sorge sei, »durch dies der Pharmacie gewidmete Organ dem ihm liebgewordenen Stande diejenige Stellung und Achtung nach aussen hin immer mehr befestigen und sichern zu helfen, die er verdient und die leider viel zu wenig bis jetzt anerkannt worden ist«. Er wolle seine Zeitung öffnen »zur Vertheidigung der gegen die Pharmacie gerichteten Angriffe [. . .] sowie zur Beleuchtung der mancherlei Mängel und Uebelstände, die wohl jeder Apotheker längst gefühlt, aber zur öffentlichen Aussprache kein passendes Organ gefunden« hat. Sein zweites Anliegen: Die Pharmazie des 19. Jahrhunderts – »weder ein Handwerk, noch eine Kunst« – habe sich »in die Reihe der Wissenschaften gestellt« und er wolle mit seinem Blatt dazu beitragen, die ihr gebührende »vollkommen selbständige Stellung« zu verschaffen.

 

Mueller hatte die Marktlücke erkannt und das »passende Organ« kreiert. Seine Zielgruppe waren alle deutschsprachigen Apotheker, Besitzer und Angestellte.

 

Die Startauflage betrug 400 Exemplare, der erste Jahrgang (April bis Dezember) enthielt 160 Seiten im Großoktavformat. Der Mix aus Personalien, Verordnungen, Universitätsnachrichten, Notizen und Aufsätzen zu medizinischen, chemischen und pharmakologischen Inhalten kam bei den Lesern an. Schnell gewann das Blatt an Bedeutung über Schlesien und Preußen hinaus. Ab 1867 erschien die Zeitung sogar zweimal wöchentlich.

 

Standesblatt des DAV

 

Schon bald interessierte sich der 1820 gegründete Norddeutsche Apotheker-Verein für die Pharmaceutische Zeitung. 1863, also nur sieben Jahre nach Muellers Zeitungsgründung, kam es zum Vertrag. Danach wurde »die Pharm. Ztg.« ab 1. Januar 1864 zum Vereinsorgan des Norddeutschen Apotheker-Vereins, wobei »das Verlagsrecht des p. Mueller [. . .] nicht berührt« wurde. In Paragraph 4 wird Muel-ler verpflichtet, alle Bekanntmachungen über Vereinsangelegenheiten »in der nächsten erscheinenden Nummer kostenfrei aufzunehmen, und zwar an der Spitze des Blattes sogleich nach den Amtlichen und Personalnachrichten«.

 

Ab 1872 (bis 1886) erschien die Pharmaceutische Zeitung dann als Organ des in diesem Jahr gegründeten Deutschen Apotheker-Vereins. Die Polarität der Pharmazeutischen Zeitung, einerseits den Apotheker als Angehörigen eines wissenschaftlichen und kaufmännischen Berufs zu informieren, andererseits als Verbandsorgan zu handeln, war somit von Anfang an angelegt. Reizvolle Aufgabe oder konfliktträchtiger Spagat – Muellers Konzeption trägt die Zeitung bis heute.

 

Apotheker Mueller war zu Recht stolz auf seinen Erfolg. In seiner Bilanz zum 25-jährigen Bestehen der Pharmaceutischen Zeitung schreibt er 1881, dass kein pharmazeutisches Blatt des In- und Auslands diese in ihrer wissenschaftlichen Fülle übertreffe und auch die pharmazeutische »Tageschronik« weitreichende Beachtung finde. Die 25 Jahrgänge könnten als »zuverlässigste Quelle der Geschichte des deutschen Apothekerstands in diesem Zeitraum« gelten. Hinzu komme noch die Übersicht über den gesamten Drogerie- und Chemikalienmarkt sowie Handels- und Verkehrsverhältnisse, die im »Pharmazeutischen Handelsblatt« (einer Beilage ab 1874) dargelegt wurden.

Von Bunzlau nach Berlin

 

Im April 1881 übernahm Dr. Hermann Julius Böttger (1843 bis 1917), der bereits seit 1869 Mitglied der Redaktion war, deren Leitung. Mit der Wahl des hochgebildeten, scharfsinnigen Apothekers, der zudem Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie studiert hatte, legte Mueller das Schicksal der Zeitung weitsichtig in gute Hände. Er selbst blieb bis zu seinem Tod 1896 Herausgeber.

 

Einen gravierenden Einschnitt markierte die Generalversammlung des Deutschen Apotheker-Vereins 1885 in Königsberg. Nach vorausgegangenen Diskrepanzen und Kämpfen zwischen dem DAV und den beiden Redakteuren kam es zum Bruch mit der Pharmaceutischen Zeitung. Der DAV beschloss, neben dem bestehenden »Archiv der Pharmazie« ein eigenes Vereinsorgan zu gründen, das am 3. April 1886 als »Apotheker-Zeitung« erschien. Ein harter Schlag für Mueller. Auf Grund früher schon geknüpfter Verbindungen zum Verlag Julius Springer in Berlin konnte er jedoch rasch handeln.

 

Die Redaktion zog unter Böttgers Leitung nach Berlin und ab 1. Januar 1886 erschien die Zeitung im Springer Verlag. Böttger, seit 1878 Muellers Schwiegersohn, blieb Miteigentümer. Der Zeitungsgründer aber, damals erst 58 Jahre alt, blieb in Bunzlau.

 

Im Berlin des Kaiserreichs

 

1872 war das Deutsche Reich gegründet worden, im gleichen Jahr die erste deutsche Pharmakopöe (Pharmakopoea Germanica, in Latein) erschienen. Mit der Übersiedelung in die Reichshauptstadt befand sich die Redaktion also am Puls der Zeit. An der Nahtstelle aller wichtigen Ereignisse konnte sie ihr Material aus erster Hand sammeln. Diese Ära bis 1933 wird geprägt von den beiden leitenden Redakteuren Böttger und ab 1917 Ernst Urban.

Fachzeitschriften mit Tradition

Hermann Mueller hat mit der Gründung der Pharmaceutischen Zeitung 1856 keineswegs Neuland betreten. Im pharmazeutischen Bereich gab es prominente Vorbilder.

 

Die Zeitschrift als periodisch erscheinendes Druckwerk entstand im 17. Jahrhundert. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden auch in Deutschland zahlreiche naturwissenschaftliche Periodika, die jedoch meist nur kurze Zeit oder nicht regelmäßig erschienen.

 

Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert erlebten die Naturwissenschaften einen ungeheuren Aufschwung. Diese Jahrzehnte waren auch für die Professionalisierung der Apotheker und die Herausbildung der Disziplin Pharmazie entscheidend – und die »Journale« hatten einen wichtigen Anteil daran. Zunehmend engagierten sich wissenschaftlich tätige Apotheker als Herausgeber von Fachzeitschriften.

 

Als erstes pharmazeutisches Periodikum gilt der »Almanach oder Taschenbuch für Scheidekünstler und Apotheker«, den Johann Friedrich August Göttling 1780 erstmals herausgab und der bis 1829 erschien. Weitere wichtige Medien waren das »Journal der Pharmacie«, das Johann Bartholomäus Trommsdorff von 1793 bis 1834 edierte, das »Repertorium für die Pharmazie« (1815 bis 1876), das »Berlinische Jahrbuch« (1795 bis 1840) oder die »Pharmaceutische Centralhalle für Deutschland« (1859 bis 1991). Die 1832 geschaffenen »Annalen der Pharmacie« sind als »Liebigs Annalen« bis heute ein Begriff. Dass sie 1874 in »Annalen der Chemie« umbenannt wurden, ist kennzeichnend für den Aufschwung der Chemie und die schwindende Bedeutung der Pharmazie in dieser Zeit.

 

Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zunehmend Apothekervereinigungen gegründet, die sich für die Interessen des Berufsstands einsetzten und überregionale Bedeutung erlangten. Da sie Publikationsorgane brauchten, entstanden erste Standesblätter. Drei dieser Periodika erscheinen noch heute.

 

Das älteste – und eine der ältesten noch bestehenden Fachzeitschriften überhaupt – ist das »Archiv der Pharmazie«. Aus den 1820 begründeten »Pharmaceutischen Monatsblättern« entstand 1822 das »Archiv des Apothekervereins im nördlichen Teutschland«, herausgegeben von Apotheker Rudolph Brandes, das viele Jahre als Standesorgan fungierte. Ab 1894 widmete es sich ausschließlich der Wissenschaft und lebt heute als »Archiv der Pharmazie – Chemistry in Life Sciences« fort.

 

Ebenfalls eine lange Tradition haben die 1856 begründete Pharmazeutische Zeitung und die jüngere Deutsche Apotheker-Zeitung, die ihre Jahrgangszählung 1861 beginnt. In diesem Jahr wurde das »Pharmaceutische Wochenblatt aus Württemberg« gegründet, das später in der »Süddeutschen Apotheker-Zeitung« aufging. Diese wiederum fusionierte 1950 mit der »Deutschen Apotheker Zeitung«, die ihre Wurzeln in dem 1870 gegründeten »Pharmaceutischen Central-Anzeiger für Deutschland, Österreich und die Schweiz« hat. Der Anzeiger wurde 1886 als »Apotheker-Zeitung« zum Standesorgan des Deutschen Apotheker-Vereins; diese erlebte die »Gleichschaltung« im Dritten Reich und erhielt nach der Entlassung von Dr. Hans Meyer ab 1934 den Zusatz »Deutsche«.

Gemeinsam mit hervorragenden Mitarbeitern entwickelte Böttger die Pharmaceutische Zeitung zum führenden Fachorgan der Apothekerschaft. Dabei gab er ihr ein noch stärkeres wissenschaftliches Profil, wozu auch seine Redakteure Dr. Bernhard Fischer und Dr. Eduard Ritsert beitrugen. Er selbst befasste sich bevorzugt mit der Gewerbeordnung der Apotheker, die mehr als ein Vierteljahrhundert lang das Kardinalthema des Berufsstands war. So veröffentlichte Böttger 1882 einen Entwurf zur Apothekenreform, der auf eine beschränkte Niederlassungsfreiheit abzielte. Drei Jahre später verfasste er eine Denkschrift zur Neugestaltung des Apothekenwesens. Auch als Autor von Büchern, die sich vor allem mit den gesetzlichen Bestimmungen des Apothekenwesens befassten, trat er hervor.

 

Die »Berliner Periode« von 1886 bis 1933 bezeichnet Urban in seinem Rückblick zum 100-jährigen Jubiläum als »große und glorreiche Aera« der Zeitung. Sie sei gekennzeichnet durch »kritische und konstruktive Mitarbeit an den bedeutsamen Vorgängen« auf allen Gebieten der Pharmazie, durch »das hohe Niveau ihrer Abhandlungen, mochten diese der gewerblichen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, geschichtlichen, kulturhistorischen oder literarischen Seite der Pharmazie gewidmet sein«, sowie durch »Klarheit und Schärfe der Diskussionsführung«.

 

Dies alles konnte Böttger, obwohl von vielen als führende Persönlichkeit des deutschen pharmazeutischen Journalismus gewürdigt, natürlich nicht alleine leisten. Er zog fähige Redakteure heran und konnte dadurch immer neue Bereiche für die Zeitung erschließen, um Leser aus allen Gebieten der Pharmazie zufrieden zu stellen.

Der dritte Schlesier

 

Hatten die beiden Schlesier Mueller und Böttger innerhalb eines guten halben Jahrhunderts eine erstklassige Fachzeitung aufgebaut und in Berlin auf eine breite Basis gestellt, so kam es jetzt auf Fortführung und Ausbau des Erreichten an. Dies gelang einer herausragenden Persönlichkeit: Ernst Urban (1874 bis 1958).

 

Im Juli 1900 trat der 26-Jährige, der aus einer bedeutenden Juristenfamilie in Breslau stammte, dort Pharmazie studiert hatte und zudem über außergewöhnliche juristische Kenntnisse verfügte, in die Redaktion ein. Schon bald wurde er die »rechte Hand« seines Chefs und steuerte mit ihm die Zeitung durch die schweren Jahre des Ersten Weltkriegs. Nach Böttgers Tod am 2. November 1917 übernahm Urban die Redaktionsleitung und prägte das Profil der Zeitung, die seit 1911 den Untertitel »Zentral-Organ für die gewerblichen und wissenschaftlichen Angelegenheiten des Apothekerstandes« führte. Und sich seit 1905 »Pharmazeutische« mit »z« schrieb.

 

Viel Unterstützung bekam Urban von seinen Mitarbeitern, von denen hier nur Dr. Georg Urdang (1882 bis 1960) und Dr. Richard Brieger (1887 bis 1937) genannt seien. In dieser Zeit gehörten erstmals auch Frauen dem Team an. Elly Tiaden (seit 1919) und Hildegard Epstein (ab 1920) arbeiteten als Redaktionssekretärinnen, Letztere nach dem Zweiten Weltkrieg als Redakteurin.

 

Bis zum bitteren Ende

 

Die glanzvolle Zeit der PZ endete abrupt mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der kämpferische, liberale und in unbeugsamen Rechtsvorstellungen denkende Urban – so charakterisiert ihn Dr. Evemarie Wolf in ihrem pharmaziehistorischen Beitrag zum 125-jährigen Bestehen der Zeitung – brachte den neuen Machthabern keinerlei Sympathien entgegen. 1933 bemerkte er kritisch in einem Artikel über die »Gleichschaltung in der Pharmazie«, dass diese keineswegs freiwillig, sondern erst auf Drängen von oben zu Stande gekommen sei. Zum endgültigen Bruch kam es, als Urban im Juni 1933 auf den Vorwurf, dass Kritik in der Zeitung fehle, dem Leserbriefschreiber in gereimter Form empfahl, »einstweilen« nicht nur das zu lesen, »was in den Zeilen«, sondern auch, »was dazwischen steht«. Urban wurde fristlos entlassen.

 

Seine Nachfolge trat Conrad Skibbe (1898 bis 1979) an, der mangels redaktioneller Kenntnisse auf die jüdischen Redakteure Urdang und Brieger angewiesen war. Urdang emigrierte 1938 in die USA und wurde ordentlicher Professor für Geschichte der Pharmazie an der Universität Madison und Direktor des American Institute of The History of Pharmacy.

 

Die letzte Ausgabe der Pharmazeutischen Zeitung, der »Zeitschrift für die wissenschaftlichen und praktischen Angelegenheiten des deutschen Apothekers«, erschien am 29. Dezember 1937, im 82. Jahrgang. Damit war die »Gleichschaltung« der Fachpresse vollzogen.

 

Comeback nach 1947

 

Berlin, 1. April 1947: Die »Pharmazeutische Zeitung, Zentral-Organ für den deutschen Apothekerstand«, erscheint mit Genehmigung der Britischen Militärregierung erstmals wieder. Der Herausgeber und Chefredakteur dieses 83. Jahrgangs: Ernst Urban. »Als ich Abschied nahm – als ich wiederkam«, so betitelt er seinen ersten Artikel nach der neunjährigen Zwangspause, in der er keine Zeile geschrieben hat. Auf diesen Leitartikel, so Evemarie Wolf, könne die Pharmazeutische Zeitung besonders stolz sein. Diese erscheint zunächst halbmonatlich, ab 1. April 1949 wieder wöchentlich.

 

Nahezu parallel gründete ein anderer Apotheker eine Zeitung für den Berufsstand: Dr. rer. pol. Hans Meyer (1895 bis 1977). Er hatte die seit 1886 bestehende »Apotheker-Zeitung«, die Standeszeitung des Deutschen Apotheker-Vereins, geleitet, bis ihn die Nazis ebenfalls am 1. Juli 1933 aus seinen Ämtern entfernten. Nach dem Krieg strebte Meyer als Verbandspolitiker sogleich die Gründung eines standeseigenen Verlags an, in dem die Zeitung der neu entstehenden zentralen Standesorganisation erscheinen sollte.

Gemeinsam mit Jo von Fisenne (1902 bis 1987) gründete Meyer am 9. April 1949 den Govi-Verlag. Der merkwürdige Name leitet sich vom zweiten Familiennamen Fisennes ab, dessen aus Belgien stammende Familie seit 1484 den Beinamen »de Gouvy« trug.

 

Der standeseigene Verlag

 

Als erstes Erzeugnis des jungen Verlags und exakt zum ersten Apothekertag nach dem Krieg, damals in Hamburg, erschienen am 15. Juni 1949 die »Pharmazeutischen Nachrichten«, laut Unterzeile ein »Mitteilungsblatt der Apothekerkammern, eine Zeitung für den deutschen Apotheker«. Fisenne, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, war Lizenzträger.

 

Die »Nachrichten« lebten nur kurz, denn schon auf dem nächsten Apothekertag im Juli 1950 in Berlin wurde beschlossen, die beiden Blätter zu fusionieren. So erschien am 5. Januar 1951 die »Pharmazeutische Zeitung Nachrichten. Organ der Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker«. Sie war damit zum Organ der neu gegründeten ABDA geworden und erschien im Govi-Verlag, damals noch in Hamburg. Als Herausgeber fungierten Dr. phil. h. c. Ernst Urban und Dr. Hans Meyer, mithin die beiden 1933 entlassenen Chefredakteure der konkurrierenden pharmazeutischen Zeitschriften.

Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte war die Pharmazeutische Zeitung ein offizielles Berufsorgan. Doch anders als zwischen 1863 und 1886 lag die Herausgeberschaft nicht mehr bei einer Privatperson – damals Mueller –, sondern ab 1953 ausschließlich beim Berufsverband. Urban und Meyer hatten ihren Herausgeberstatus ebenso wie ihre Gesellschafteranteile am Verlag in diesem Jahr an die ABDA abgetreten und arbeiteten nun als Redakteure.

 

Jahrgangskorrektur

 

Aller guten Dinge sind drei: Mitte 1953 ging auch die von Dr. Rudolf Hanslian 1949 gegründete und von Apotheker Dr. Wolfgang Eberhardt geleitete »Apotheker-Zeitung« in die »Pharmazeutische Zeitung Nachrichten« über, die von da an wieder den traditionsreichen Namen »Pharmazeutische Zeitung« trug. Urban schied zum 1. Januar 1956, also nach 55 Jahren engster und prägender Verbundenheit mit der Zeitung, aus der Redaktion aus. Eberhardt blieb neben Meyer führend darin tätig.

 

Wie war es nun mit den Jahrgängen?  1951 war die fusionierte Zeitung als 87. Jahrgang erschienen. Doch 1955 korrigierte man die Zählung und rechnete die neun nicht erschienenen Jahrgänge (1938 bis 1947) hinzu. So konnte 100 Jahre nach der Gründung in Bunzlau gefeiert werden und am 5. April 1956 die Jubiläumsausgabe im 101. Jahrgang erscheinen.

 

Geprägt von der Berufspolitik

 

Dr. Hans Meyer prägte als Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied von ABDA und DAV sowie Hauptgeschäftsführer der Bundesapothekerkammer nicht nur die Berufspolitik jener Jahre, sondern auch die Inhalte der PZ, deren Chefredakteur er bis 1965 war. Das erste Apothekengesetz (1960), das Arzneimittelgesetz (1961), Niederlassungsfreiheit, Ausbildungsreform, Freiverkäuflichkeit: Dies waren einige der Themen, die damals in der Fachzeitung ausgiebig diskutiert wurden.

 

Ihr Umfang – im Jahrgang 1955 nahezu 1500 Seiten –, ihre Auflage und das Anzeigenaufkommen stiegen an. Verlag und Zeitung bezogen 1960/61 ihr Domizil im neu erbauten Deutschen Apothekerhaus am Beethovenplatz im Frankfurter Westend. Abgesehen von einer mehrjährigen Auslagerung der Redaktion in die benachbarte Schwindstraße blieben sie dort bis zum Umzug nach Eschborn Anfang Juni 1993.

 

Der Sorge um eine möglicherweise geschmälerte Selbstständigkeit der Standeszeitung in Fachfragen trat Meyer auf dem Kasseler Apothekertag im Juli 1955 klar entgegen. Die Pharmazeutische Zeitung gebe »jedem das Wort, sofern er sachlich bleibt und sich in dem Ton bewegt, wie er einer Fachzeitung, die das Organ der Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker ist, zukommt«.

 

Deutlicher noch wurde Urban in seinem Jubiläumsartikel ein Jahr später. Eine Fachzeitung, die ihr höchstes Gut, nämlich die Meinungs- und Gedankenfreiheit aufgäbe, und sich »zum Befehlsempfänger einer dritten Kraft, und sei es auch einer Fachorganisation, machen wollte, würde damit an ihrem eigenen Grab schaufeln«. Nur als »Herr ihrer Haltung und nicht als Knecht« könne sie Ansehen erwerben und bewahren. Dazu müsse sie eine »auf Kenntnis, Erfahrung und Charakterfestigkeit gestützte eigene Meinung« haben – »das ist aber bei der Pharm. Ztg. seit 100 Jahren der Fall gewesen«.

Neuer Elan für die 100-Jährige

 

1963 neigte sich die »Ära Hans Meyer« ihrem Ende zu und schweren Herzens trennte er sich von der Redaktion. Der Jurist, Apotheker und Berufspolitiker Dr. jur. Gerd Uffelmann (1912 bis 1999) übernahm Anfang 1965 die Chefredaktion. Sein »geistvoller nobler Stil« prägte die Zeitung, wie seine Nachfolgerin Wolf hervorhebt. Zusammen mit Dr. Jörg Swadzba (Redakteur von 1961 bis 1967), der sich vor allem der wissenschaftlichen Pharmazie annahm, arbeitete er an einer Modernisierung des Blattes, strebte nach Auflockerung, besserer Lesbarkeit und Layout und integrierte neue Themen und Autoren. Der neue Schwung tat der über 100-jährigen Zeitung gut.

 

Um den Lesern Woche für Woche eine moderne qualifizierte Zeitung anbieten zu können, musste Uffelmann personell aufstocken. Im April 1967 trat Dr. Evemarie Wolf (geb. 1929), ausgebildete Fachbuchhändlerin, approbierte Apothekerin und promovierte Pharmaziehistorikerin, in die Redaktion ein und war – als erste Frau – von Anfang an Stellvertreterin des Chefredakteurs. Ihr besonderes Anliegen war die intensive Betreuung der Bereiche Wissenschaft und Fortbildung, wobei sie die Kontakte zur Hochschulpharmazie deutlich ausbauen und vertiefen konnte. 1970 kam Erdmuthe Arnold hinzu; sie verfügte über Zeitschriftenerfahrung und arbeitete sich als Nichtapothekerin rasch in die Belange der Fachzeitung ein.

Die Redaktion wächst

 

Im September 1978 übernahm Apothekerin Wolf den »Chefsessel«. Dabei sah sie sich vor große, stets wachsende Aufgaben gestellt, forderte der Herausgeber doch, dass die Zeitung »in berufsbezogener Dokumentation und Information (bei letzterer: deren Aktualität und Vollständigkeit) höchsten Ansprüchen zu genügen« habe. Sie habe »nicht nur in den Berufsstand hineinzuwirken, sondern nach außen überall dort ihre Aufgabe zu erfüllen, wo sie gelesen wird«, fordert ABDA-Präsident Dr. Rolf Martin in der Jubiläumsausgabe zum 125-jährigen Bestehen der Zeitung.

 

Erweiterung des Redaktionsteams, Übergang vom Blei- zum Fotosatz ab 1979 und Umgestaltung des Layouts waren wichtige Maßnahmen zur Modernisierung der Zeitung. Oberstes Prinzip des Layouts war es, die PZ so rationell und angenehm lesbar wie möglich zu machen. Inhaltlich ging es Wolf darum, »Interesse zu wecken und zu erhalten«. Dazu diente, neben einer größeren Bandbreite der Meldungen, vor allem die 1980 kreierte Sparte »Berufspolitik aktuell«, mit der jede Ausgabe aufgemacht wurde.

 

Neu war dies nicht, denkt man an die Forderung, die 1864 im Vertrag zwischen DAV und Pharmaceutischer Zeitung festgeschrieben wurde: aktuelle Nachrichten zur Berufspolitik an erster Stelle vor den Fachartikeln zu bringen. Dass sich in der Geschichte vieles, wenn nicht gar alles wiederholt, zeigt die Tatsache, dass die PZ nach einer vieljährigen anderen Regelung diese Reihenfolge seit der Ausgabe 12/2002 wieder aufgenommen hat. Jetzt allerdings heißt das erste Ressort allgemeiner »Politik«.

 

Gelungene Symbiose

 

In ihrer zehnjährigen Amtszeit als Chefredakteurin gelang es Wolf, »dem Anspruch einer Verbandszeitung gerecht zu werden und eine Symbiose aus Wissenschaft, Berufs- und Gesundheitspolitik zu schaffen«, bescheinigte ihr ABDA-Präsident Klaus Stürzbecher 1992 anlässlich ihrer 25-jährigen Zugehörigkeit zur Redaktion. Eine hohe fachliche Qualifikation, Durchsetzungsvermögen sowie ein feiner und kenntnisreicher Umgang mit der Sprache, den sie auch ihren Redakteuren nahe brachte, zeichneten die Chefredakteurin aus. Darüber hinaus »Beharrlichkeit und eine große Portion unerbittlicher Freundlichkeit«, so Govi-Geschäftsführer Peter J. Egenolf 1999.

 

Wolf gab den Staffelstab 1988 weiter an Dr. Hartmut Morck, blieb jedoch in der Chefredaktion. Ihr neues Wirkungsfeld war die verantwortliche Redaktion der neu gegründeten Fort- und Weiterbildungszeitschrift »PZ-Wissenschaft«, die später in das Weiterbildungsorgan »PZ-Prisma« überging. Im Lektorat für Pharmaziegeschichte vollbringt sie eine Mammutleistung mit der editorischen Betreuung des Verlagswerks »Geschichte der Pharmazie« von Professor Dr. Rudolf Schmitz, ihrem Doktorvater. Die Krönung jahrelanger Arbeit: Der erste Band erscheint 1998, der zweite Ende 2005 (Lektorat gemeinsam mit Privatdozent Dr. Axel Helmstädter).

Relaunch und neues Profil

 

Wieder war es die April-Ausgabe eines Jahrgangs, die einen Wechsel markiert. Zum 1. April 1988 übernimmt Dr. Hartmut Morck, Offizinapotheker, Fachbuchautor und seit 1985 Leiter der Arzneimittelinformationsstelle der ABDA, die Chefredaktion. Verbunden war dies mit einem Relaunch der Zeitung, die nun bereits im 133. Jahrgang erschien.

 

Die Titelseite war ab sofort anzeigenfrei und wird seitdem Woche für Woche vom Grafiker Gert Österreicher inhaltlich passend zum Titelbeitrag grafisch gestaltet. Das Innen-Layout wurde komplett überarbeitet und viele, später auch farbige Bilder und Grafiken integriert. Dies alles machte die »neue PZ« optisch viel ansprechender. Rubriken wurden modifiziert und teils erst geschaffen.

 

Neu war unter anderem das Editorial, in dem seither jede Woche der Chefredakteur, Redaktionsmitglieder oder Standesvertreter Stellung beziehen zu aktuellen Themen. Einige Male im Jahr gibt die Redaktion auch externen Experten die Gelegenheit, ihre Position in einem Gastkommentar darzulegen. Im Editorial der PZ 14/88 erläuterte Morck, dass sich die Redaktion als »Lotse« in der wachsenden Informationsflut verstehe. Die redaktionelle Aufbereitung der vielfältigen Informationen genieße daher hohen Stellenwert mit dem Ziel, die Lektüre übersichtlicher und einfacher zu gestalten. Damit war auch die Aufgabe der Redaktion umrissen, der in diesen Jahren Erdmuthe Arnold und Rolf Sievers sowie die Apotheker Klaus M. Freimuth, Brigitte M. Ganzer (ab 1996 Gensthaler), Dr. Christiane Berg und Jutta Petersen-Lehmann angehörten.

 

Geliebte Pharmazie

 

Seitdem bestimmen die Ressorts Politik, Titel, Pharmazie, Medizin und Wirtschaft das Profil der Zeitung. Die außerordentlich hohe pharmazeutische Kompetenz des Chefredakteurs, der im Fach Pharmazeutische Chemie promoviert wurde und seit Mai 2002 Honorarprofessor an der Universität Marburg ist, sein analytisch-scharfes Denkvermögen und seine durchaus kritische Liebe zu neuen Arzneistoffen prägen das Ressort Pharmazie. Im gleichen Einfluss standen und stehen die Titelbeiträge, die sich meist einem wissenschaftlichen, mitunter auch praxisnahen Thema aus Pharmazie und Medizin widmen. Beide Ressorts ebenso wie die Medizin begleiten und unterstützen die zunehmende Profilierung des Apothekers als Berater und Betreuer des Patienten

 

Um dem Anspruch der Apothekerkammern und -verbände an »ihr« Verbandsblatt zu entsprechen, wurde das Ressort Mitgliedsorganisationen und Verbände zunehmend redaktionell betreut und gestaltet. Vor allem nach Gründung der PZ-Außenstellen in Hamburg und München 1991, besetzt mit den Apothekerinnen Berg und Ganzer, übernehmen in der Regel Redakteure die Berichterstattung von Kammer- und Verbandssitzungen in den Bundesländern.

 

Getreu Muellers Grundgedanken bietet die Rubrik Leserforum weiterhin eine sorgfältig gepflegte Plattform für Meinungen und kritische Stimmen aus dem Berufsstand. Eher den schönen Künsten zugewandt, erfreut das Magazin-Ressort regelmäßig die Leser.

 

Das neue inhaltliche, didaktische und visuelle Konzept kam bei den Lesern gut an, wie bereits eine Umfrage im zweiten Quartal 1989 bestätigte. Anzeigenaufkommen und Umfang der PZ stiegen deutlich, Letzteres ersichtlich am Umfang der Jahrgangsbände: Seit 1994 wird ein Jahrgang in vier statt wie bisher zwei Bänden gesammelt.

 

Politische Attacken

 

1991 feierten die Apotheker in Europa, vor allem in Deutschland, ein Jubiläum: 750 Jahre Berufsstand der Apotheker. Historisch nicht ganz korrekter Bezugspunkt ist der Abschlusstermin der Constitutiones (1241) des Stauferkaisers Friedrich II. Trotz – oder wegen – der langen Tradition mehren sich die Angriffe auf den Berufsstand.

 

Diverse Gesundheitsreformen, wiederholt als »Jahrhundertreform« hochgejubelt, Angriffe auf den freien Heilberufler Apotheker, Diskussionen um Versandhandel, Fremd- und Mehrbesitz sind einige der »großen« Themen, die vor allem die Politik-Redakteure in den Folgejahren beschäftigen. In vorderster Reihe stehen neben dem politisch gewieften Chefredakteur seine Stellvertreter Werner P. Hilbig (Oktober 1991 bis April 1993), Gisela Stieve (Juli 1994 bis Ende 2000) und Daniel Rücker (seit April 2002).

 

Ein Highlight unter den Deutschen Apothekertagen ist der erste gesamtdeutsche Apothekertag im Oktober 1990 in Düsseldorf, an dem Apotheker aus Ost- und Westdeutschland teilnehmen. Die Anpassung der Gesundheits- und Apothekensysteme, die Aufarbeitung der Geschichte und der »Aufbau Ost« spiegeln sich in der standeseigenen Fachzeitung wider. Die Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales Recht, Einführung des Euro, EU-Erweiterung sowie Konzentrierungsprozesse in der Pharmaindustrie sind prägende Themen im Wirtschafts-Ressort.

 

Mit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin steht der Chefredakteur vor der Frage, wie man Aktualität und Nähe der politischen Berichterstattung von Eschborn aus leisten kann. Die Entscheidung fällt: Um »hautnah am Puls der Politik zu sein«, so informiert Morck im Editorial der PZ 12/02, wird im April 2002 die Berliner Hauptstadtredaktion ausgebaut, die seither Thomas Bellartz leitet.

 

Auch im Web vertreten

 

Den modernen Zeiten des World Wide Web stand und steht die »alte Dame PZ« offen gegenüber. Seit 2. Oktober 1996 informiert sie – als erste pharmazeutische Fachzeitschrift in Deutschland – die Leser tagesaktuell im Internet; wichtige Inhalte der donnerstags erscheinenden Druckausgabe können bereits am Dienstag unter www.pharmazeutische-zeitung.de abgerufen werden. Das jüngste »Kind« der PZ, die PZ-Akademie, ist seit Oktober 2002 online erreichbar und ermöglicht den Apothekern das Lernen und Fortbildungspunkte-Sammeln auf elektronischem Weg. Zusätzlich findet einmal jährlich der PZ-Akademie-Kongress statt.

 

Um besondere Interessensgebiete der Apotheker abzudecken, entwickelte die Pharmazeutische Zeitung im Lauf der Jahre wiederholt redaktionelle Beilagen, beispielsweise zur Dermopharmazie oder zu Marketingfragen. Die Beilage »Deutsches Apotheken-Museum« erscheint seit 1993 zweimal pro Jahr.

 

Speziell an die Berufsgruppe der Pharmazeutisch-technischen Assistenten wendet sich seit 1993 das »PTA-Forum« unter Leitung von Apothekerin Annette van Gessel. Das Interesse der PTA und die Fülle an spannenden Themen waren so groß, dass das Blatt schon zwei Jahre später vom vierteljährlichen Erscheinen auf einen zweimonatigen und ab 2002 auf einen monatlichen Turnus umgestellt wurde – bei stets wachsenden Umfängen. Auf elektronischem Weg können PTAs ihr Medium seit September 2001 abrufen (www.pta-forum.de).

 

Kritisch-wohlwollender Begleiter

 

Zu Beginn seiner Amtszeit als Chefredakteur äußerte Morck den Wunsch, die neue PZ möge gern gelesen werden. Leserumfragen und -briefe, Zuschriften und E-Mails zeigen, dass dies weitgehend gelungen ist. Kritische Stimmen spornen das gesamte Redaktionsteam an, immer besser zu werden und bei dem Erreichten nicht stehen zu bleiben.

 

Die Pharmazeutische Zeitung will die Apotheker und Apothekerinnen weiterhin auf ihrem Weg begleiten und dazu beitragen, Stellung und Achtung der Pharmazie und ihrer Vertreter zu festigen und zu sichern, wie es der Gründer Hermann Mueller vor 150 Jahren formulierte. Wohl wissend, dass dies ein gegenseitiger Prozess ist, ergänzte er: Mögen die Leser dazu ihre Unterstützung freundlich gewähren.

 

Dieser Beitrag stützt sich wesentlich auf die Artikel von Evemarie Wolf, Stationen im Leben einer Zeitung, Pharm. Ztg. 126, Nr. 14 (1981) 647-668, sowie von Ernst Urban, Hundert Jahre Pharmazeutische Zeitung, Pharm. Ztg. 101, Nr. 14 (1956) 355-367.

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