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Ausgaben für Sovaldi und Co. sinken

28.03.2018
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Von Anna Pannen / Die Ausgaben für direkt wirkende Virustatika (DAA) gegen Hepatitis C sinken weiter. Das teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) mit.

 

Während die innovativen Medikamente die Solidargemeinschaft kurz nach ihrer Einführung im ersten Quartal 2015 mehr als 400 Millionen Euro kosteten, seien es im letzten Quartal 2017 nur noch rund 126 Millionen Euro gewesen, so das ZI.

 

Das erste DAA Sofosbuvir (Sovaldi®) war 2014 auf den Markt gekommen und als Sensation gefeiert worden. Es war erstmals möglich geworden, Hepatitis C in nur wenigen Wochen und ohne schwere Nebenwirkungen vollständig zu heilen. Allerdings hatte auch der hohe Preis Schlagzeilen gemacht: Sovaldi war als »1000-Dollar-Pille« bekannt geworden, da die Kosten damals bei rund 1000 US-Dollar (damals rund 700 Euro) pro Tablette lagen. Kurz darauf kamen weitere DAA auf den Markt, die Behandlung wurde etwas günstiger. Nach dem ersten »Peak« wurden immer weniger Patienten behandelt, immer mehr waren geheilt. Die Pharmahersteller hatten deshalb schon 2017 erklärt, die Aufregung um die hohen Kosten für Sofosbuvir sei übertrieben gewesen, mittelfristig würden sie absinken. Das ZI weist dennoch darauf hin, dass Sovaldi das ökonomisch erfolgreichste Arzneimittel aller Zeiten ist. /

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