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Apothekenhonorar

Noweda plant Forschungsprojekt

21.03.2018  10:45 Uhr

Von Anna Pannen / Die Apothekengenossenschaft Noweda lässt in einem Forschungsprojekt untersuchen, wie eine gerechte Apothekenhonorierung aussehen könnte. Man wolle den »normativen Rahmen« abstecken und untersuchen, nach welchen Kriterien Apotheker bezahlt werden sollten, um dem Gemeinwohlinteresse Rechnung zu tragen, teilte Noweda am Dienstag mit.

Beauftragt hat das Unternehmen drei alte Bekannte: Der Gesundheitsökonom Professor Uwe May, die Politologin Cosima Bauer und der Jurist Heinz-Uwe Dettling hatten bereits 2017 im Auftrag von Noweda und dem Deutschen Apothekerverlag ein Gutachten erstellt. Damals war es um die Frage gegangen, wie eine Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs aussehen könnte, laut dem sich EU-Versandapotheken nicht mehr an die deutsche Preisbindung halten müssen. Die Wissenschaftler waren zu dem Schluss gekommen, dass ein Versandverbot für verschreibungspflichtige Medikamente die einzig mögliche Lösung ist.

 

Die Rolle der öffentlichen Apotheken und ihr Versorgungsauftrag würden von verschiedenen Akteuren sehr unterschiedlich verstanden, teilte Noweda mit. Mit dem neuen Gutachten wolle man Licht ins Dunkel bringen und klarstellen, wie ein Honorarsystem aussehen muss, dass sich am Gemeinwohl und an der Patientenversorgung orientiert. /

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