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Großhandel

Celesio will zweistellig wachsen

15.03.2007
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Celesio will zweistellig wachsen

dpa  Europas größter Pharmahändler Celesio blickt optimistisch in die Zukunft. Der Vorstandsvorsitzende Fritz Oesterle sagte am vergangenen Donnerstag in Stuttgart: »Ich halte daran fest, dass unser Ergebnis vor Steuern im mehrjährigen Durchschnitt zweistellig wachsen wird.« Celesio hatte im Geschäftsjahr 2006 zum 20. Mal in Folge Umsatz und Ergebnis vor Steuern gesteigert.

 

Der Jahresüberschuss stieg im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent auf 425,6 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs um 5,3 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis kletterte um 6,4 Prozent auf 590,1 Millionen Euro.

 

Celesio wolle seiner langjährigen Ausschüttungsquote von rund 30 Prozent des Jahresüberschusses treu bleiben, sagte Oesterle. Deshalb soll die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 11,1 Prozent auf auf 0,75 Euro angehoben werden. Oesterle sagte: »Das gute Resultat haben wir erreicht, obwohl das Ergebniswachstum durch staatliche Maßnahmen, teilweise schwierige Wettbewerbsbedingungen und Sondereffekte gebremst wurde.« Zum Ausblick für das Jahr 2007 sagte Oesterle: »Celesio ist gut im Markt positioniert.« Das Unternehmen werde die Herausforderungen und Chancen, die veränderte Pharmamärkte in Europa bieten, für weiteres Wachstum nutzen. Beim Vorsteuerergebnis rechnet Celesio im Jahr 2007 mit einem Anstieg, der voraussichtlich über der Wachstumsrate des Jahres 2006 liegen werde.

 

Potenzielle Wachstumschancen sieht der Celesio-Chef mittelfristig im Apothekengeschäft. Für Celesio ein margenstarkes Geschäft, wie Oesterle sagte. Derzeit besitzt Celesio über 2100 Apotheken in sieben europäischen Staaten, darunter 1560 in Großbritannien. Im vergangenen Jahr hatte Celesio 63 Apotheken erworben. Nach Norwegen habe sich jetzt auch Schweden eine Liberalisierung des Apothekenmarktes vorgenommen, sagte Oesterle. Es zeichne sich auch eine Liberalisierung des spanischen, italienischen sowie des österreichischen Apothekenmarktes ab. In Deutschland habe »eine holländische Versandapotheke« Bewegung in die Apothekenlandschaft gebracht.

 

Oesterle sprach mit Blick auf staatliche Eingriffe von »negativen Effekten« im Großhandel für Apotheken in Deutschland und Frankreich. Diese Entwicklung in den beiden größten Celesio-Märkten habe im vergangenen Jahr die Profitabilität der Großhandelsdivison insgesamt belastet. In diesem Bereich habe Celesio in Deutschland die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in den vergangenen fünf Jahren um die Hälfte auf 1900 reduziert.

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