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Umfrage

Mehrheit befürchtet weitere Apothekenschließungen

16.03.2016
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Von Jennifer Evans / Rund zwei Drittel der Apotheker in Deutschland fürchten, dass in diesem Jahr noch mehr Apotheken schließen werden als im Vorjahr. Das ergab eine Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH Köln). Gründe seien vor allem das niedrige Honorar sowie die zunehmende Bürokratie, heißt es.

Die ABDA hatte berichtet, dass Ende 2015 die Zahl der Apotheken in Deutschland um 192 auf 20 249 gesunken ist. Die Mehrheit der rund 240 befragten Apothekeninhaber- und leiter gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt.

 

59,1 Prozent der Befragten nannten die schlechte Vergütung als größtes Problem. Rund 50 Prozent machen zudem die stets strenger werdenden Auflagen der Bürokratie für die Schließungen verantwortlich. 38 Prozent sehen die sinkende Attraktivität des Berufsbilds als einen der Hauptgründe. Die Schwierigkeit, einen Nachfolger für ihr Unternehmen zu finden, halten 35 Prozent für ausschlaggebend.

 

Die Hälfte der vom IFH Köln befragten Apotheker rechnet zwar damit, dass ihr Geschäft in den kommenden zwölf Monaten stabil bleibt, mehr als jeder Dritte geht aber von einer negativen Entwicklung aus. Immerhin schätzen 76,4 Prozent der Apotheker die Lage derzeit so ein, dass es bislang zu keinen Engpässen in der Arzneimittelversorgung gekommen ist. /

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