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WHO

Jährlich Millionen Todesfälle durch Umweltbelastung

16.03.2016
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dpa / Giftstoffe im Wasser, Strahlen oder Luftverschmutzung: Millionen von Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr an Krankheiten, die durch Umweltbelastungen ausgelöst werden. Allein im Jahr 2012 seien 12,6 Millionen Menschen solchen Erkrankungen zum Opfer gefallen, heißt es in einer in Genf veröffentlichten WHO-Studie.

Belastungen der Umwelt spielen demnach bei mehr als 100 Krankheiten eine Rolle. Die WHO-Studie ist die zweite ihrer Art seit zehn Jahren. In dieser Dekade seien allein an Erkrankungen infolge verschmutzter Luft weltweit 8,2 Millionen Menschen gestorben. Dazu zählt die WHO allerdings auch das Passivrauchen. Knapp 100 000 Todesfälle führt die Organisation 2012 in Deutschland insgesamt auf alle diese äußeren Einflüsse zurück. Herzkrankheiten, Krebs, chronische und andere nicht infektiöse Krankheiten seien mittlerweile zu zwei Dritteln Ursache für Todesfälle infolge gesundheitsschädlicher Umweltbedingungen.

 

Todesfälle durch infektiöse Krankheiten wie Diarrhoe oder Malaria sind hingegen laut WHO zurückgegangen. Der Grund dafür seien Fortschritte in vielen Ländern bei der Verbesserung der Wasserversorgung und der Sanitäranlagen. Die meisten umweltbedingen Todesfälle registrierte die WHO in Südostasien und Afrika.

 

»Eine gesunde Umwelt unterstützt eine gesunde Bevölkerung«, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Länder müssten entsprechende Maßnahmen ergreifen, ansonsten würden »Millionen weiterhin krank werden und zu jung sterben«. Am stärksten betroffen von den schädlichen Belastungen seien Kinder und Ältere. Jedes Jahr könnten 1,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren und 4,9 Millionen 50- bis 75-Jährige durch besseres Umweltmanagement gerettet werden. /

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