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Pharmaindustrie will Steuerförderung

04.03.2014
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Von Ev Tebroke / Nicht nur reden, sondern auch handeln: Die Koalition soll ihre Wahlversprechen einhalten und endlich die Forschung und Entwicklung (F&E) in der Industrie steuerlich fördern.

 

Das fordert der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) in einer Presseerklärung. Hintergrund ist das am 26. Februar veröffentlichte Jahresgutachtens der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI). »Wenn wir den Innovationsstandort Deutschland nachhaltig stärken wollen, führt kein Weg an der steuerlichen F&E-Förderung vorbei«, so der stellvertretende BPI-Hauptgeschäftsführer Norbert Gerbsch.

 

Laut EFI-Gutachten führt die pharmazeutische Industrie mit rund 13 Prozent Forschungsausgaben am Umsatz die Liste der innovativsten Branchen an. Dabei trage die Pharmaindustrie rund 98 Prozent der F&E-Ausgaben selbst, der Staat übernehme 0,4 Prozent der F&E-Investitionen. Die restlichen Gelder kommen dem BPI zufolge aus dem Ausland. Zum Vergleich zieht Gerbsch die Metallerzeugungswirtschaft an. Diese erhalte aktuell mehr als 7 Prozent staatliche Unterstützung. Die staatliche Projektförderung allein reiche nicht aus, betonte Gerbsch. Die Pharmaindustrie brauche zudem branchenspezifischere Förderprogramme. Darüber hinaus müssten auch die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessert werden. /

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