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Bayern

Weniger Apotheken

06.03.2012
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Von Anne Hohle / Die Anzahl der Apotheken im Bundesland Bayern ist 2011 deutlich gesunken. Dies ergab eine Erhebung der bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK).

Demnach haben 92 Apotheken in Bayern im Jahr 2011 ihren Betrieb eingestellt. Dagegen gab es im gleichen Zeitraum nur 48 Neueröffnungen. 3386 bayerische Apotheken gibt es zurzeit – das entspricht dem Stand des Jahres 1995/96.

 

Dr. Christian Machon, Vorstandsmitglied der BLAK, macht die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Apotheker wegen des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) für den Rückgang verantwortlich. Besonders betroffen sei der ländliche Raum: Sieben von zehn Schließungen fanden in Orten mit weniger als 50 000 Einwohnern statt, besonders stark betroffen ist Franken. In Mittelfranken etwa schlossen 22 von 470 Apotheken – nahezu 5 Prozent.

 

Bei den Apotheken-Eröffnungen zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Trauriger Rekordhalter mit nur einer Eröffnung gegenüber 9 Schließungen bei Insgesamt 330 Apotheken ist der Regierungsbezirk Oberfranken. Aber auch die Regionen Niederbayern (3) und Schwaben (5) verzeichnen im Verhältnis zu ihrer Gesamtapothekenzahl nur wenige Eröffnungen.

 

»Nach dem Ärztemangel folgt nun eine weitere Ausdünnung der Gesundheitsversorgung«, warnte Machon. »Das ist eine Entwicklung, die auch die Patientinnen und Patienten dort spüren werden.« /

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