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Stada

Russland-Krise drückt die Zahlen

25.02.2015  09:53 Uhr

Von EV Tebroke / Dem Arzneimittelhersteller Stada aus Bad Vilbel macht die Krise in Russland und Ost-Europa schwer zu schaffen.

 

Die vergangene Woche vom Konzern veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2014 verdeutlichen einen herben Gewinnverlust von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind das schlechte und rückläufige Russlandgeschäft und der Verfall des Rubels.

 

Der vorläufige Konzernumsatz liegt 2014 bei knapp 2,1 Millionen Euro, was einen leichten Anstieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Zwar stieg der operative Gewinn (EBDITA) um voraussichtlich 9 Prozent auf 418,8 Millionen Euro (Vorjahr 382,6 Millionen Euro). Aufgrund einmaliger Sondereffekte, darunter auch Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 76 Millionen Euro, muss der Pharmahersteller aber einen deutlichen Gewinneinbruch auf nunmehr 64,6 Millionen Euro verkraften. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 121,4 Millionen Euro gelegen.

 

Die Aktionäre müssen aber dennoch nicht um ihre Dividende bangen, denn der Konzern will diese für das Geschäftsjahr 2014 unverändert bei 66  Cent pro Stammaktie belassen. Was den Ausblick für 2015 anbelangt, so geht der Vorstand derzeit zwar von einem Wachstum beim Konzernumsatz aus. Aufgrund der jüngsten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Russland prognostiziert er aber einen deutlichen Rückgang beim Konzerngewinn. Die finalen Zahlen und die endgültige Prognose will Stada am 26. März veröffentlichen. /

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