Pharmazeutische Zeitung online

Deutschlandstipendium nimmt Fahrt auf

28.02.2011  12:29 Uhr

PZ / Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat in der Berliner Humboldt-Universität den Startschuss zum Deutschlandstipendium gegeben. »Wir wollen in Deutschland eine Stipendienkultur aufbauen, jungen Menschen mit herausragenden Fähigkeiten den Rücken stärken und damit unsere Position im internationalen Wettbewerb um kluge Köpfe verbessern«, erklärte Schavan anlässlich der Auftaktveranstaltung.

Bis zum Jahresende sollen insgesamt 10 000 begabte und leistungsstarke Studierende in ganz Deutschland mit einem monatlichen Betrag von 300 Euro gefördert werden, der je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern aufgebracht wird. Das Deutschlandstipendium ist einkommensunabhängig und wird nicht auf das BAföG angerechnet. »Es ist damit besonders attraktiv für alle, die ihr Studium selbst finanzieren müssen«, so Schavan.

Viele Förderer haben den Hochschulen bereits ihre Unterstützung zugesagt. So kann nach ersten Stichproben an einigen Hochschulen davon ausgegangen werden, dass schon zum Start des Programms mehr als 1000 Stipendien fest zugesagt sind. Mit dem Deutschlandsti­pendium eröffnet der Bund neue Wege für die Förderung begabter Studierender. Neben Großunternehmen und Stiftungen können im Rahmen des Programms auch Privatpersonen sowie kleine und mittelständische Betriebe auf unkomplizierte Weise einen Beitrag zur akademischen Ausbildung der jungen Generationen leisten. Schavan: »Bildung stiften kann jeder. Insbesondere für ehemalige Studierende, die ihrer alten Hochschule etwas von dem zurückgeben möchten, was sie selbst dank ihres Studiums erreicht haben, ist das ein attraktives Angebot.«

 

»An den meisten deutschen Hochschulen kommt die Organisation des Deutschlandsti­pen­diums zügig voran«, berichtete die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, bei der Auftaktveranstaltung. Ein größeres bürgerschaftliches Engagement, wie es etwa in den USA zu finden sei, stärke die Autonomie der Hochschulen und erhöhe die Attraktivität eines Studiums in Deutschland.

 

Verglichen mit anderen Wissenschaftsnationen ist die Zahl der durch Stipendien geförderten Studierenden in Deutschland nach wie vor gering. Mittelfristig will der Bund mithilfe von Privatleuten, Stiftungen und Unternehmen 160 000 Deutschlandstipendien ausloben und so 8 Prozent der Studierenden fördern. Daneben wird es auch in Zukunft die Stipendien der »klassischen« Begabtenförderungswerke geben, die derzeit etwa 23 000 Studierende erhalten. Weitere Information finden sich unter www.deutschland-stipendium.de/ 

Mehr von Avoxa