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21.02.2012
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Immer mehr Patienten überleben Krebs

 

PZ / Die Diagnose Krebs muss heute kein Todesurteil mehr sein. »Während 1980 noch mehr als zwei Drittel der Krebspatienten an ihrer Erkrankung starben, sind es heute weniger als die Hälfte«, sagte Dr. Klaus Kraywinkel, Leiter des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut, bei der Vorstellung der aktuellen Ausgabe der Broschüre »Krebs in Deutschland« zum Auftakt des Deutschen Krebskongresses in Berlin. Dieser erfreulichen Entwicklung, die vor allem Fortschritten bei der Krebstherapie zu verdanken ist, steht ein Anstieg der Neuerkrankungszahlen gegenüber. Im Jahr 2008, dem Jahr, aus dem die aktuellsten Daten vorliegen, erkrankten rund 470 000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Das waren 70 000 bis 80 000 mehr als zehn Jahre zuvor. Für das Jahr 2012 rechnet das Robert-Koch-Institut mit knapp 490 000 Neu­erkrankungen. »Der wesentliche Grund für diesen Anstieg ist die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft«, sagte Kraywinkel. Mit der zunehmenden Zahl älterer Menschen steige die Krebsrate, da die meisten Krebserkrankungen in höherem Alter auftreten. Hinzu kommt, dass durch Früh­erkennungsuntersuchungen wie Mammographie- und Hautkrebsscreening heute mehr Krebserkrankungen als früher diagnostiziert werden. Außer in der zweijährig erscheinenden Broschüre »Krebs in Deutschland« stellt das Zentrum für Krebsregisterdaten seine Daten ab sofort auch unter www.krebsdaten.rki.de zur Verfügung.

 

Kombi-Untersuchung zur Glaukom-Erkennung

 

PZ / Allein die kombinierte Untersuchung von Augen­innendruck und Sehnerv lässt eine Aussage über das Bestehen eines Glaukoms zu. Das betont Professor Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augen- und Poliklinik der Uni Mainz, in einer Pressemitteilung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Ein erhöhter Augeninnendruck ist häufig die Ursache des sogenannten Grünen Stars. »Erhöhter Augeninnendruck allein muss jedoch nicht zum Glaukom führen, und umgekehrt tritt ein Glaukom bei fast einem Drittel der Patienten auch ohne erhöhten Augeninnendruck auf«, so Pfeiffer. Sehr wichtig sei es deshalb, den Sehnerv zu untersuchen, da sich an diesem die Glaukom-Erkrankung erkennen ließe. Veränderungen des Nervs lassen sich anhand spezieller Messungen und Fotos der sogenannten Papille im Augenhintergrund erkennen. Hier vereinen sich alle Nervenfasern der Netzhaut zum Sehnerv, der ins Gehirn führt. Ob ein Glaukom bereits das Gesichtsfeld des Patienten einschränkt, prüft der Arzt, indem er Lichtreize setzt und feststellt, inwieweit der Patient diese wahrnimmt. In einer Leitlinie empfiehlt die DOG Menschen ab 40 Jahren eine dreijährliche Kontrolle. Bei Über-65-Jährigen sollte diese alle ein bis zwei Jahre stattfinden. »Einmal aufgetretene Glaukom-Schäden können nicht wieder behoben werden«, betont Pfeiffer. Sobald diese sicher diagnostiziert sind, zahlen die Krankenkassen die nötigen Untersuchungen. »Die eigentliche Vorsorgeuntersuchung jedoch leider nicht«, bedauert er.

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