Pharmazeutische Zeitung online

Meldungen

22.02.2011  17:25 Uhr

Zink hilft bei Erkältung

 

PZ / Zink vermindert Schwere und Dauer von Erkältungen. Das ergab eine aktuelle Cochrane-Analyse (doi: 10.1002/14651858.CD001364.pub3). Sie schließt 15 Studien mit insgesamt 1360 Personen ein. Danach vermindern Zink-Sirup, -Lutschtabletten oder -Tabletten die Dauer und Schwere einer Erkältung, wenn sie am Tag des Auftretens der ersten Symptome angewendet werden. Bei den Teilnehmern der Verum-Gruppe waren Fieber, Halsschmerzen und Schnupfen nach sieben Tagen verschwunden, bei denen der Placebogruppe hingegen nicht. Kinder, die über fünf Monate Zink-Sirup oder -Lutschtabletten bekamen, erkrankten zudem seltener an fiebrigen Erkältungen, fehlten seltener in der Schule und benötigten weniger Antibiotika. »Dieses Review stärkt die Belege für den Nutzen von Zink bei Erkältungen«, sagte Professor Dr. Meenu Singh vom Post Graduate Institute of Medical Education in Chandigarh (Indien). Trotzdem sei es weiterhin schwierig, eine allgemeine Empfehlung auszusprechen. »Wir wissen noch zu wenig über die optimale Dosis und Darreichungsform sowie Dauer der Behandlung.« Weitere Forschung sei außerdem notwendig, um die Wirkung bei bestimmten Patientengruppen wie Asthmatikern zu untersuchen.

 

Hypertonie: Neue Fixkombi nimmt Hürde

 

PZ / Demnächst wird mit einem neuen Präparat zu rechnen sein, das sowohl Aliskiren als auch Amlodipin enthält. Hersteller Novartis meldet, dass das europäische Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) den Antrag auf Zulassung einer Kombinationstablette aus dem direkten Renin-Inhibitor und dem Calciumkanalblocker positiv bewertet hat. Das Mittel ist angezeigt zur Behandlung der essenziellen Hypertonie bei erwachsenen Patienten, deren Blutdruck mit Aliskiren oder Amlodipin alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann. Da die europäische Arzneimittelagentur EMA in der Regel den Empfehlungen des CHMP folgt, kann binnen der nächsten drei Monate mit der Zulassung des neuen Medikaments in Deutschland gerechnet werden.

 

Geburtshilfe: Warnung vor Terbutalin

 

PZ / Die Off-Label-Behandlung vorzeitiger Wehen mit parenteral appliziertem Terbutalin sollte nicht länger als 48 bis 72 Stunden erfolgen. Darauf weist die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hin. Sie warnt vor negativen Auswirkungen auf das mütterliche Herz und Todesfällen. Die orale Gabe des ß2-Sympathomimetikums sollte weder zur Prävention noch zur Behandlung vorzeitiger Wehen zum Einsatz kommen.

Mehr von Avoxa