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Pille danach

Absatz stabil

17.02.2016
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dpa/PZ Seit März vergangenen Jahres gibt es die Pille danach rezeptfrei in der Apotheke. Mit dem Wegfall der Rezeptpflicht stieg die Nachfrage zwar zunächst deutlich, pendelte sich aber rasch auf dem höheren Niveau ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Statistik der ABDA. Demnach liegt der Absatz seit Sommer 2015 recht konstant bei etwa 60 000 Packungen (Einheiten) im Monat.

Einen Absatz-Höchststand erreichten die Notfall-Verhütungsmittel im August mit mehr als 62 000 Packungen. Im September ging er der ABDA-Statistik zufolge dagegen wieder deutlich zurück auf gut 55 800, um bis Ende des Jahres wieder auf etwas mehr als 61 000 zu steigen. Im Februar 2015, dem Monat vor der Entlassung aus der Rezeptpflicht, hatte der Absatz noch bei etwas mehr als 37 000 Einheiten gelegen.

 

Der Präsident der Bundesapothekerkammer BAK, Andreas Kiefer, erläuterte, der Anstieg der Nachfrage »war die logische Konsequenz aus der Absicht des Gesetzgebers, Frauen den Zugang zu erleichtern und damit ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden«. Dennoch werde bei 15 bis 20  Prozent der Abgaben in der Apotheke immer noch eine ärztliche Verordnung vorgelegt. Kiefer weiter: »Die Apotheker beraten intensiv. Und wir haben bisher keinerlei Sicherheitsprobleme feststellen können.«

 

Vor allem die Frage der Beratung in der Apotheke war lange strittig. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte sich vehement gegen die Rezeptfreiheit der Pille danach gewehrt und war letztlich nur durch Vorgaben der EU zu dem Schritt veranlasst worden. Vor dem Hintergrund der Vorbehalte hatte die BAK im Herbst vergangenen Jahres ihre entsprechenden Handlungsempfehlungen überarbeitet. /

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