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Politik soll Apothekenabschlag festlegen

12.02.2014
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Von Anna Hohle / Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat vorgeschlagen, die Höhe des Apothekenabschlags künftig von den Bundesministerien für Gesundheit sowie Wirtschaft und Technologie festlegen zu lassen.

 

Bislang wird der Abschlag, den Apotheker den Krankenkassen auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren müssen, von Kassen und Deutschem Apothekerverband ausgehandelt. Dabei war es in der Vergangenheit immer wieder zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten gekommen. Zuletzt hatten sich beide Parteien im Sommer 2013 auf eine Paketlösung zum Abschlag für die Jahre 2013 bis 2015 geeinigt. Neben dem Apothekenabschlag gibt es die Packungspauschale, die Apotheker für jedes abgegebene Rx-Arzneimittel erhalten. Diese wird bereits heute vom Bundesgesundheits- und Bundeswirtschaftsministerium festgelegt. Sowohl Kassen als auch Apotheker hatten schon im Sommer erklärt, diese parallelen Bestimmungen zur Vergütungsanpassung seien nicht zweckmäßig.

 

In seiner Stellungnahme zum 14. SGB-V-Änderungsgesetz wird der GKV-Spitzenverband nun konkret und schlägt vor, die zuständigen Bundesministerien sollten künftig auch den Apothekenabschlag festsetzen und in regelmäßigen Abständen prüfen. Verhandlungen zwischen Kassen und Apothekern seien beim Abschlag nicht sachgerecht, so der Verband. Zwischen beiden Parteien gebe es einen »grundlegenden, nicht auflösbaren Inte­ressenkonflikt«. /

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