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Ein ganz besonderes Konzert

15.02.2011
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Von Christiane Eckert-Lill / Es ist gute Tradition, dass die Bundesapothekerkammer im Rahmen ihrer Pharmacon-Kongresse junge Musiker, die beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« gewonnen haben, mit einem Sonderpreis auszeichnet. Bei dem Konzert, das die Stada-Arzneimittel AG auch in diesem Jahr wieder unterstützte, hatten sie Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr Jonas Stark (Klavier), das Duo Magdalena Faust (Klarinette) und Joong Hyeok Choi (Klavier) sowie das Trio Anne Friederike Greuner (Violine), Helena Duven (Violoncello) und Aniele Steininger (Klavier).

 

Den Auftakt des Konzertes gestaltete der erst zwölfjährige Jonas Stark, der als Ausnahmetalent gilt, und 2009 beim Concours Musical de France den ersten und beim Internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt den zweiten Preis gewonnen hatte. Zum Warmspielen hatte er sich das Präludium und die Fuge a-Moll aus dem »Wohltemperierten Klavier« von Johann Sebastian Bach ausgesucht. In der zweiten Hälfte des Konzerts spielte er den »Gnomenreigen« von Franz Liszt, die Ballade Nr. 2 F-Dur op. 38 von Frédéric Chopin, das Prélude op. 32 Nr. 5 G-Dur von Sergej Rachmaninow sowie den »Paganini Jazz« von Fazil Say. Es war bewundernswert, mit welch außerordentlicher technischer Brillanz, mit welcher »Treffsicherheit«, aber auch mit welcher – für sein junges Alter – bereits hoher Virtuosität der junge Künstler dieses Repertoire meisterte, das stilistisch immerhin drei Jahrhunderte umspannt.

 

Das Duo Magdalena Faust, Klarinette, und Joong Hyeok Choi, Klavier, das in Berlin bereits im Konzerthaus und in der Philharmonie aufgetreten ist, überzeugte mit der Sonate à la Honegger B-Dur op. 184 von Francis Poulenc und dem Grand duo concertant Es-Dur op. 48 von Carl Maria von Weber. Sie beeindruckten durch technisch perfektes und klares, einfühlsames Spiel. Wie ausgezeichnet die beiden harmonieren, zeigte sich insbesondere bei dem Grand duo concertant, bei dem Klarinette und Klavier beim Zusammenspiel der Motive und musikalischen Themen gleichberechtigte Partner sind. Da stimmte einfach alles – die schnellen parallelen Läufe beider Instrumente, die Wechsel und die Virtuosität.

 

Ihre Klasse bewiesen Anne Friederike Greuner, Violine, Helena Duven, Violoncello, und Aniele Steininger, Klavier, mit dem Trio Nr. 1 c-Moll op. 8 von Dmitri Schostakowitsch, das er als 17-Jähriger während seines Studiums schrieb. Sie verstanden es hervorragend, den romantischen Charakter dieses Werkes zum Ausdruck zu bringen, dabei fast vergessen machend, wie schwierig dieses Trio zu spielen ist und welches Können es den Künstlern abverlangt. Es war eine beeindruckende Darstellung dieses Jugendwerks von Schostakowitsch. Alle Künstler wurden zu Recht mit lang anhaltendem Applaus belohnt und bedankten sich dafür mit Zugaben.

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