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Klassisches Konzert

Kontrastprogramm in Meran

04.06.2013
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Von Christiane Eckert-Lill / Wie bei jedem Pharmacon-Kongress zeichnete die Bundesapothekerkammer auch in Meran wieder junge Musiker mit einem Sonderpreis aus, die beim Bundes­wettbewerb »Jugend musiziert« gewonnen haben. Preisträger waren dieses Mal die Geschwister Ada Aria Rückschloß (Klavier und Geige) und Ead Anner Rückschloß (Klavier und Violoncello) sowie Paulina Monno (Gitarre). Sie präsentierten ihr Können bei einem von der Deutschen Krankenversicherung unterstützten Konzert.

Den Auftakt gestalteten die Geschwister Rückschloß mit der Suite Nr. 2 für zwei Klaviere zu vier Händen op. 17 von Sergej Rachmaninoff. Ada Aria und Ead Anner Rückschloß sind bereits bei zahlreichen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet worden. Beeindruckend waren nicht nur ihre technische Perfektion und ihre Ausdrucksstärke, sondern auch ihr Zusammenspiel. Es klang, als wollten sie mit einer Stimme sprechen. Das galt auch für den Tango Asfalto für zwei Klaviere zu vier Händen von Pablo Ziegler und das Allegro capriccioso aus den Variationen über ein Thema von Paganini für zwei Klaviere zu vier Händen von Witold Lutosławski.

Ihr Ausnahmetalent bewiesen die beiden Geschwister auch mit dem Allegro aus dem Konzert für Violoncello und Orchester in h-Moll op. 104 von Antonin Dvorak in der Bearbeitung für Violoncello und Klavier. Auf dem Klavier von seiner Schwester begleitet, spielte Ead Anner Rückschloß auf dem Cello technisch brillant, wunderbar intoniert und ausdrucksstark.

 

Das ausgeprägte musikalische Temperament der Geschwister zeigte sich auch bei den drei Tänzen für Violine und Klavier der polnischen Komponistin Grazyna Bacewicz. Am Klavier begleitet von ihrem Bruder, zeigte Ada Aria Rückschloß, dass sie auch eine hervorragende Geigerin ist. Sie war den hohen technischen Anforderungen der Stücke gewachsen. Melodie und Rhythmik der Tänze gestaltete sie so, dass sich beim Zuhören vor dem geistigen Auge die Bilder sich temperamentvoll bewegender Tänzerinnen und Tänzer aufdrängten.

Das Kontrastprogramm bot die erst 14-jährige Paulina Monno mit klassischen Stücken auf der Gitarre – leise, aber glasklar und zwingend. Sie gilt ebenfalls als Ausnahmetalent und kann schon auf eine beachtliche musikalische Karriere zurückblicken. Sie spielte das Präludium aus der Suite BWV 1006a von Johann Sebastian Bach, Fernando Sors Variationen über ein Thema aus der Zauberflöte von Wolfgang Ama­deus Mozart sowie Stücke von Leo Brouwer, Stanley Myers und Paulo Bellinati. Es war beeindruckend, mit welcher technischer Präzision, aber auch Reife im Ausdruck sie diese Stücke spielte.  Alle Künstler wurden zu Recht mit lang anhaltendem Applaus belohnt und bedankten sich dafür mit Zugaben. /

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