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15.02.2011  16:54 Uhr

Entwurf für Hygienegesetz

 

dpa / Die Bundesregierung will mit mehr Hygiene-Kontrollen in Kliniken und Arztpraxen die Verbreitung von Keimen eindämmen. Dies geht aus dem Entwurf des Krankenhaushy­gienegesetzes hervor, wie die in Düsseldorf erscheinenden »Rheinische Post« berichtet. Der Entwurf sieht demnach auch eine »sachgerechte« Verordnung von Antibiotika vor, um der Entwicklung resistenter Keime vorzubeugen. In Deutschland erkrankten jährlich etwa 400 000 bis 600 000 Patienten an Krankenhausinfektionen, schätzungsweise 7500 bis 15 000 würden daran sterben, heißt es dem Bericht zufolge in der Vorlage. Ein Teil der Infektionen und Todesfälle sei durch Vorsorgemaßnahmen vermeidbar. Zudem wolle der Bund eine neue Kommission schaffen, die Empfehlungen für die Behandlung resistenter Keime gibt. Das Gesetz soll am 16. März vom Bundeskabinett beschlossen werden.

 

Berufseinsteiger häufiger krank

 

dpa / Junge Arbeitnehmer sind doppelt so häufig krankgeschrieben wie ihre älteren Kollegen. Laut Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) fehlen die 15- bis 25-Jährigen durchschnittlich zweimal pro Jahr. Ältere Beschäftigte blieben im Mittel nur einmal jährlich zuHause, teilte die TK in Hamburg mit. Allerdings nehme die durchschnittliche Ausfalldauer mit steigendem Alter zu. Während eine Krankschreibung unter den jüngsten Beschäftigten im Alter von 15 bis 19 Jahren knapp sechs Tage dauert, sind es bei den über 55-Jährigen schon fast 19 Tage. Der Hauptgrund dafür sind schwerere Erkrankungen mit zunehmendem Alter. »Krankheiten wie Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und psychische Störungen, die erfahrungsgemäß sehr langwierig sind, treten bei älteren Erwerbstätigen häufiger auf«, sagte TK-Expertin Gudrun Ahlers. Sie fügte hinzu: »Allerdings stellen wir auch bei jüngeren Beschäftigten in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg von Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen fest.« Die Ursache könnten gestiegene Anforderungen in der Arbeitswelt sein. Berufseinsteigern würde ein hohes Maß an Qualifikation und Flexibilität abverlangt, sagte Ahlers. Hinzu komme die Unsicherheit durch befristete Arbeitsverträge. Für Unternehmen sei es angesichts des demografischen Wandels und der sinkenden Zahl qualifizierter Fachkräfte wichtig, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter langfristig zu fördern. Laut TK-Erhebung stagnierte der Krankenstand im Jahr 2010 in Deutschland bei rund 3,3 Prozent.

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