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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Migräne als Risikofaktor bestätigt

06.02.2018
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Von Daniela Hüttemann / Wer unter Migräne leidet, hat ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Probleme wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Thrombosen und Herz-Rhythmus-Störungen.

 

Das geht aus einer Studie mit den Daten von mehr als einer halben Million Dänen hervor, die im »British Medical Journal« erschienen ist (DOI: 10.1136/bmj.k96). Forscher des dänischen Universitätskrankenhauses Aarhus sowie der US-amerikanischen Stanford Universität in Kalifornien verglichen dazu die Daten von 51 000 Migräne-Patienten und 510 000 migränefreien Kontroll­personen bezüglich des Herz-Kreislauf-Risikos.

 

Dabei fanden die Wissenschaftler um Kasper Adelborg einen statistischen Zusammenhang. Pro 1000 Personen erlitten 25 der Migräne-Patienten einen Herzinfarkt im Vergleich zu 17 von 1000 Personen der Kontrollgruppe. Bei 45 von 1000 Migräne-Patienten traten Schlaganfälle auf im Vergleich zu 25 in der Vergleichsgruppe. Auch für Blutgerinnsel und Herz-Rhythmus-Störungen fanden die Forscher eine Assoziation. Bei Migräne mit Aura sowie bei Frauen war der Zusammenhang deutlicher als bei Migräne-Patienten ohne Aura oder bei Männern. Keinen Hinweis gab es dagegen für ein erhöhtes Risiko für Herzversagen und periphere arterielle Erkrankungen. Die Forscher weisen darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, die keinen Rückschluss auf die Ursachen zulässt. Möglich sei, dass ein erhöhter Gebrauch antientzündlicher Medikamente durch den Migräne-Kopfschmerz das Risiko erhöht. /

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