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Tarifstreit

Adexa verärgert über TGL Nordrhein

08.02.2011
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Von Daniela Biermann / 0,5 Prozent Gehaltserhöhung – das letzte Angebot der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein will der Arbeitnehmerverband Adexa nicht akzeptieren.

Abgesehen vom niedrigen Angebot sind die Angestellten vor allem über die Vorgehensweise der TGL empört. Die 0,5 Prozent seien festgelegt worden, ohne vorher eine Verhandlung zu führen. Diese »Basta-Politik« sei inakzeptabel.

 

Die Apothekenmitarbeiter in Nordrhein fühlen sich gegenüber Kollegen anderer Kammerbezirke stark benachteiligt. Bundesweit (bis auf Sachsen) hatte es zu Jahresbeginn 2 Prozent mehr Gehalt gegeben, ausgehandelt von Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA). »Obwohl statistisch gesehen der Kammerbezirk Nordrhein nicht stärker unter den Gesundheitsreformen leidet als das übrige Bundesgebiet, will sich die Apothekerschaft dort offensichtlich an den Arbeitnehmern gesundsparen«, kritisierte Adexa in einer Pressemitteilung.

 

Adeax forderte die TGL erneut zu Verhandlungen auf, die noch im Februar stattfinden sollen. »Es handelt sich noch lange nicht um einen Vertrag, wenn die TGL-Mitgliederversammlung ohne Tarifgespräche über tarifliche Vereinbarungen beschließt«, so die Zweite Vorsitzende von Adexa, Tanja Kratt.

 

Auf ihrer Jahreshauptversammlung am 26. Januar hatte die TGL Nordrhein beschlossen, die Gehälter um maximal 0,5 Prozent zu erhöhen und je nach betrieblicher Lage 1,5 Prozent durch freiwillige Leistungen wie Benzingutscheine oder Prämien beizusteuern. Auch eine betriebliche Altersvorsorge, wie sie der neue Tarifvertrag zwischen Adexa und ADA enthält, lehnt die TGL Nordrhein ab. / 

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