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BMG steht zum Mittelstand

09.02.2010  17:38 Uhr

Von Brigitte M. Gensthaler, Starnberg / Trotz einiger Unstimmigkeiten scheint die schwarz-gelbe Bundesregierung bei ihrer grundlegenden Position zur Arzneimittelversorgung einig und verlässlich zu sein.

 

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler teile die Wertschätzung, die Apotheker dem Arzneimittel entgegenbrächten, unterstrich Michael Meier, Referatsleiter im Bundesgesundheitsministerium (BMG) für Grundsatzfragen, Apothekenrecht und pharmazeutische Berufe, bei einer Veranstaltung des Bundesverbandes der Apothekenkooperationen (BVDAK) in Starnberg. Patienten müssten alle zu ihrer Genesung nötigen Arzneimittel, auch Innovationen bekommen. Die Bewertung von Kosten und Nutzen der Medikamente sei unverzichtbar, müsse aber nach eindeutigen Regeln erfolgen. Die flächendeckende Versorgung genieße hohe Priorität bei den Politikern. Doch was passiert, wenn in ländlichen Regionen kein Arzt mehr vor Ort ist, fragte der Ministerialrat. »Wird es dann noch die Apotheke geben?« Zur Problemlösung erwarte das Gesundheitsministerium Vorschläge von den Apothekern.

 

Der Referatsleiter machte keinen Hehl aus der mittelstandsfreundlichen Position der Regierungskoalition. Der Minister, selbst Arzt, stehe hinter den freien Heilberuflern, zum Fremdbesitzverbot für Apotheken und trete für faire Marktregeln sowie mehr Rechte für die Patienten ein. Die Apotheken seien eine »wichtige Säule des Gesundheitswesens«. Dass Apotheker heute keine Einzelkämpfer mehr sind, zeige die große Zahl an Kooperationen.

 

Rund 40 Kooperationen

 

In Deutschland gibt es derzeit etwa 40 Kooperationen mit diversen Konzepten und Organisationsformen. Fast 70 Prozent der deutschen Apotheken sind Mitglied in mindestens einer Kooperation, viele davon auch in mehreren. Dem 2008 gegründeten Verein BVDAK unter Vorsitz von Stefan Hartmann gehören Apothekenkooperationen, Apothekendienstleister und Pharmafirmen an. / 

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