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Impfallianz

Mehr Geld für weltweite Kinder-Impfungen

28.01.2015  09:37 Uhr

Von Anna Hohle / Die internationale Impfallianz Gavi will in den kommenden fünf Jahren 7,5 Milliarden US Dollar (6,7  Milliarden Euro) ansammeln, um weltweit 300 Millionen Kinder gegen Krankheiten zu impfen.

 

Das teilte sie anlässlich der Eröffnung einer Geberkonferenz am Dienstag in Berlin mit. Die Arbeit von Gavi wird mithilfe von Regierungen, Stiftungen, Unternehmen und privaten Spendern finanziert. 

Die Bundesregierung hat laut Nachrichtenagentur dpa am Dienstag 600  Millionen Euro bis 2020 in Aussicht gestellt. Auch die USA und weitere Staaten haben Gelder zugesagt.

 

Ursprünglich hatte Deutschland 500 Millionen Euro geben wollen. Man habe aber auch angesichts der Herausforderungen durch Ebola entschieden, den Beitrag zu erhöhen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die in diesem Jahr Schirmherrin der Geberkonferenz ist. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller (CSU), erklärte, Gavi sei eine einzigartige Initiative und ein Beispiel für globale Gerechtigkeit. Die Gesundheit von Kindern dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen. Es sei ein Skandal, dass weltweit noch immer Millionen Kinder an Krankheiten sterben, die leicht behandelbar oder sogar vermeidbar wären.

 

Derweil fordern Hilfsorganisationen wie Oxfam und Ärzte ohne Grenzen (MSF) die Geberländer auf, mehr Druck auf einzelne Pharmaunternehmen auszuüben, damit diese Impfstoffe günstiger an arme Länder abgeben. Derzeit sei die Preisbildung vieler Hersteller sehr intransparent, so MSF. Einzelne Vakzine seien überteuert. Es müsse dringend Untersuchungen zu den tatsächlichen Produktionskosten geben. /

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