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22.01.2013  15:48 Uhr

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Phoenix auf Sparkurs

 

PZ / Mehr als 100 Millionen Euro will Europas größter Pharmahändler Phoenix zukünftig jährlich einsparen. Das gab das Unternehmen vergangene Woche an seinem Hauptsitz in Mannheim bekannt. Erreicht werden soll dies unter anderem mit dem Umbau der internen Organisationsstrukturen in den einzelnen Ländern. Dabei werden voraussichtlich auch Stellen abgebaut. Einem Unternehmenssprecher zufolge lasse sich aber noch nicht sagen, wie viele Mitarbeiter in welchen Landesgesellschaften betroffen seien. Phoenix beginne gerade erst mit der Analyse des Einsparungspotenzials. Nach eigenen Angaben hat der Konzern seine Aktivitäten seit seiner Gründung im Jahr 1994 auf 23 Länder ausgeweitet und den Umsatz dabei auf knapp 22 Milliarden Euro gesteigert. Mit den geplanten Sparmaßnahmen reagiere das Unternehmen nun »auf den zunehmenden Margendruck in einem fortschreitend regulierten Umfeld und auf die immer schnellere Abfolge von Gesundheitsreformen in vielen europäischen Märkten«, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Reimund Pohl. In Deutschland beschäftigt Phoenix nach Unternehmensangaben mehr als 4000 Mitarbeiter.

 

PTA-Schule in Hagen vor dem Aus

 

PZ / Die Pharmazeutisch-technische Lehranstalt (PTLA) der Stadt Hagen muss nach mehr als 44 Jahren im Sommer ihren Betrieb einstellen. Seit Anfang des Jahres würden deshalb keine neuen Schüler mehr an der PTLA aufgenommen, heißt es auf der Homepage der Stadt Hagen. Als Träger der Schule sei der Stadt diese Entscheidung »sehr schwer gefallen«. Grund für das Aus ist eine Regelung in Nordrhein-Westfalen (NRW), die für PTA-Schulen keine verpflichtende Trägerschaft, sondern lediglich eine freiwillige Förderung vorsieht. Die Stadt Hagen hatte ihren Zuschuss im Anfang Januar aufgekündigt, somit fiel ein Viertel des Schul-Etats weg. Im vergangenen September hatte bereits die PTA-Schule in Minden, ebenfalls in NRW, ihren Betrieb eingestellt. Bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe bedauert man die Schließung in Hagen außerordentlich. »Wir sind zudem fassungslos, dass die rot-grüne Landesregierung, die mit zahlreichen Bildungs- und Sozialversprechen angetreten ist, ausgerechnet die Unterstützung der PTA streichen will«, hieß es dort. Man versuche, die Zukunft der PTA-Ausbildung in NRW zu sichern, allerdings scheitere dies bislang am mangelnden politischen Willen. Laut eigenen Angaben hat die PTLA seit ihrem Bestehen mehr als 1400 Schüler ausgebildet, zumeist junge Frauen. Die 72 Schüler, die sich momentan noch in der Ausbildung befänden, könnten diese aber noch zu Ende führen, hieß es dort.

 

Neuer Sozialminister in Rheinland-Pfalz

 

PZ / Alexander Schweitzer (SPD) ist neuer Sozialminister in Rheinland-Pfalz und damit auch für Gesundheitsthemen zuständig. Er tritt die Nachfolge von Malu Dreyer (SPD) an, die in der vergangenen Woche zur Ministerpräsidentin des Bundeslands gewählt wurde. Der 39-jährige Schweitzer war bereits seit 2011 SPD-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz. Von 2009 bis 2011 war er Staatssekretär im dortigen Wirtschaftsministerium, zuvor saß er für die SPD im Landtag. Schweitzer betonte, er wolle das Thema soziale Gerechtigkeit zu seinem Schwerpunkt als Minister machen. /

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