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Pharmaunternehmen

Novartis peilt erneut Rekordgewinn an

22.01.2008  15:07 Uhr

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Novartis peilt erneut Rekordgewinn an

dpa / Starke Konkurrenz durch Nachahmerprodukte in den USA und ein schwaches Umsatzwachstum im Pharmageschäft haben dem schweizerischen Novartis-Konzern 2007 zu schaffen gemacht. Dank des Verkaufs von Unternehmensteilen erzielte das Unternehmen dennoch einen Rekordgewinn und peilt für 2008 erneut Rekordergebnisse an.

 

Für das vergangene Jahr will der Novartis-Verwaltungsrat den Aktionären die elfte Dividendenerhöhung seit Gründung des weltweit viertgrößten Pharmakonzerns 1996 vorschlagen, teilte der Konzert vorige Woche in Basel mit. Zudem kündigte Novartis-Präsident Daniel Vasella ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu zehn Milliarden Schweizer Franken an, der bislang größte Rückkauf eigener Titel des Unternehmens.

 

«Ich bin zuversichtlich, dass Novartis auch 2008 wieder Rekordergebnisse erzielen wird», sagte Vasella. Er begründete seine Zuversicht mit den guten Wachstumsaussichten für die Generikasparte Sandoz, das Impfstoffgeschäft sowie die Sparten Diagnostica und Consumer Health. Dagegen dürfte das Ergebnis der Sparte Pharmaceuticals im ersten Halbjahr weiterhin durch Einbußen beim Nettoumsatz in den USA, dem weltgrößten Pharmamarkt, gedämpft werden: Novartis erwartet für die Sparte 2008 ein Erlösplus im unteren einstelligen Prozentbereich, gerechnet in lokalen Währungen. Auf Konzernebene wird mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet.

 

Vasella bekräftigte seine Aussage vom Dezember, wonach das Kostensenkungs- und Effizienz-Programm »Forward« im Jahr 2010 Einsparungen in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar bringen soll. Dafür sollen 2500 Vollzeitstellen oder 2,5 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. Dank der Veräußerung von Unternehmensteilen erzielte Novartis im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von zwölf Milliarden US-Dollar (rund acht Milliarden Euro). Der Reingewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank jedoch wegen des schwächeren Pharmageschäfts auf dem amerikanischen Markt um vier Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal 2007 brach der Gewinn des Pharmariesen um 42 Prozent auf 931 Millionen Dollar ein. Das Pharmageschäft in den USA habe unter der Konkurrenz durch Generika sowie dem Verkaufsstopp des Darmmedikaments Zelnorm gelitten, hieß es in der Mitteilung. Außerdem habe Novartis rund eine Milliarde Dollar für Umweltsanierungen und das interne Sparprogramm zurückgestellt.

 

Sandoz sorgte für Umsatz

 

Der Verkauf der Babynahrungssparte Gerber und des Geschäfts mit medizinischen Nährlösungen an Nestlé hatten im Vorjahr 5,2 Milliarden Dollar in die Kasse gespült. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäft wuchs um sechs Prozent auf 38,07 Milliarden Dollar. Dazu trugen vor allem die Generika-Tochter Sandoz und das Impfstoff-und Diagnostikageschäft bei.

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