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ABDA

Honorargutachten keine Diskussionsgrundlage

17.01.2018
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Von Anna Pannen / Die Apotheker bleiben dabei: Das Honorargutachten aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) liefert aus ihrer Sicht keine vernünftige Grundlage für eine Diskussion über die Vergütung der Apotheken.

 

Das hat die ABDA vergangene Woche bei einer Sitzung des Beirats zur Begleitung des Gutachtens klargestellt, zu der das BMWi eingeladen hatte. Das Ministerium hatte das Papier 2016 in Auftrag gegeben, kurz vor Weihnachten wurde es offiziell veröffentlicht. Die Autoren schlagen darin vor, die Bezahlung der Apotheker weitreichend zu verändern.

 

Die ABDA lehnt die Vorschläge ab. »Wir haben in der Sitzung klargemacht, dass das Papier keine Grundlage für eine vernünftige Diskussion über die Vergütung für Apotheken sein kann«, sagte ein ABDA-Sprecher der Pharmazeutischen Zeitung. Neue Erkenntnisse habe das Treffen nicht geliefert. Ursprünglich war die Sitzung des Beirats vor der offiziellen Herausgabe des Papiers geplant gewesen. Das Ministerium hatte sie jedoch verschoben.

 

Die Gutachter empfehlen unter anderem, die Mischkalkulation abzuschaffen und den Festbetrag für die Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten abzusenken. Viele Bereiche, wie etwa Notdienste, Rezepturen und die Abgabe von Betäubungsmitteln sollen dafür besser bezahlt werden. Auch der Festzuschlag auf den Einkaufspreis soll steigen. Die ABDA prüft das Gutachten derzeit gründlich und will anschließend mit ihren Positionen an die Öffentlichkeit gehen. /

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