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Studie

Hohe Dosen inhalativer Corticoide fördern Fehlbildungen

05.01.2010
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PZ / Schwangere Asthmatikerinnen sollten im ersten Schwangerschaftsdrittel ihre inhalativen Corticoide nicht zu hoch dosieren. Darauf weist eine kanadische Kohortenstudie hin.

 

Dr. Lucie Blais und ihre Kollegen von der Universität Montreal haben die Daten von 13 280 Schwangerschaften von Asthmatikerinnen ausgewertet. Bei 9,5 Prozent der Kinder trat ein kongenitaler Defekt auf, bei weiteren 5,9 Prozent sogar eine schwere Fehlbildung. Die Frauen, die mehr als 1000 µg Corticoid täglich inhalierten, hatten ein 63 Prozent höheres relatives Risiko, ein Kind mit Fehlbildung zur Welt zu bringen. Zwischen den Frauen, die bis zu 1000 µg Corticoide täglich inhalierten, und den Asthmatikerinnen ohne Corticoid-Therapie bestand dagegen kein Unterschied. Eine Vergleichsgruppe mit Nicht-Asthmatikerinnen fehlte. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Epidemiologen im Fachjournal »The Journal of Allergy and Clinical Immunology« (doi: 10.1016/j.jaci.2009.09.025). /­ 

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