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Nicht-Opioid-Analgetika
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Aus dem Kopfschmerz-Teufelskreis helfen

Nicht-Opioid-Analgetika und Triptane haben zwar keine psychotropen Wirkungen, dennoch kann es bei ihrer Einnahme zu einem Kontrollverlust kommen. Wie Apothekenteams hier eingreifen können, erklärte Dr. Ernst Pallenbach, Fachapotheker für Klinische Pharmazie, beim diesjährigen Frühjahrskongress der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 27.03.2026  10:00 Uhr
»Ein Beratungsangebot, das man nicht ablehnen kann«

»Ein Beratungsangebot, das man nicht ablehnen kann«

Die hohe Erfolgsrate zeigt, dass es sich lohnt, die Patienten, die durch häufigen Analgetika-Kauf auffallen, anzusprechen. »Machen Sie ein Beratungsangebot, dass man nicht ablehnen kann«, ermutigte Pallenbach und empfahl folgendes Vorgehen: Den Wunsch des Kunden wiederholen, das Arzneimittel holen und den Wunsch bestätigen (»Das ist ein gutes Mittel gegen akute Schmerzen«). Dann auf persönliche Erfahrungen eingehen, etwa, wie der Kunde damit zurechtkommt, wie oft die Kopfschmerzen auftreten, wie lange er das Medikament nimmt. Entscheidend sei auch die Frage: »Wissen Sie, dass Ihre Medikamente langfristig Kopfschmerzen auslösen können?«

Bei der Abgabe sollten dann mögliche Probleme des Übergebrauchs wie die Analgetika-Nephropathie genannt und nicht zuletzt Unterstützung angeboten werden. Hilfe finden Betroffene bei einem Hausarzt, Neurologen oder in einem Schmerzzentrum. Die Abgabe einer üblichen Menge zu verweigern, ergebe wenig Sinn, sagte der Apotheker, da Patienten sich über Versandhandel oder andere Apotheken versorgen.

Damit es erst gar nicht zu einem Übergebrauch kommt, sei die hochwertige pharmazeutische Beratung unerlässlich, sagte Pallenbach. »Wichtig bei der Abgabe von all diesen Medikamenten ist der Hinweis auf möglichst kurzfristige und vor allem nicht regelmäßige Anwendung.« Als Faustregel gelte, dass die Patienten 20 Tage pro Monat ohne Schmerzmittel auskommen sollten. Weniger als die Dosis sei die Dauer und Regelmäßigkeit der Einnahme entscheidend. Bei der Einschätzung hilft ein Kopfschmerzkalender.

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